Die richtige Atem-Technik beim Laufen

Wer läuft wird regelmäßig mit verschiedenen Atemtechniken zu tun haben, die das Laufen erleichtern und Seitenstechen verhindern sollen. Das Atmen an sich ist tatsächlich eine sehr wichtige Sache, die sogar eine große Rolle bei der Ausdauer und der Fitness während des Laufs spielt.

Meine Lauf-Atemtechnik habe ich von Anfang an mit „zwei Schritte aus – zwei Schritte ein“ und  im Rhythmus gehabt, obwohl man an sich länger ausatmen soll. Das hat bei mir nie so richtig funktioniert, vor allem da nach kurzer Zeit das Atem flacher wurde und das Seitenstechen manchmal dazu kam. Nicht so toll. Aber das obligatorische Einatmen durch die Nase und Ausatmen durch den Mund wurde mir im Leichtathletik-Training vor ewigen Jahren schon eingebläut.

Bei Runner’s World habe ich einen Artikel zur richtigen Atem-Technik gelesen. Dabei spielt die grundlegende gesündeste Atemtechnik, die auch im normalen Alltag empfohlen wird, mit ein.

Die meisten von uns atmen in die Brust bzw. eben nur mit den Lungen, ziehen „die Schulter hoch“ und verkrampfen dabei nicht nur beim Laufen schneller als sonst üblich. Dabei sollte man vor allem in den Bauch hinein atmen, da das Zwerchfell als einer der stärksten Muskeln überhaupt auch benutzt werden sollte – dieser stützt übrigens auch die Darmregion und fördert eine gesunde Verdauung und Aktivität des Darms. Actimel und Activia am Arsch.

Also eignet sich auch bei Laufen die folgende Atemtechnik an: In den Bauch atmen, dann in die Lungen und die Luft wieder entweichen lassen. Das stellt eine Art „Wellenbewegung“ dar, die auch liegend vor dem Einschlafen trainiert werden kann – und auch sollte.

Ich hab’s heute bei meiner Runde ausprobiert.

„In den Bauch, dann die Lunge… ah, nicht die Schulter hochziehen… in die Lunge… oha, das ist ja befreiend! Huch, ich krieg ja Luft…“

Erstens hatte ich mich nach meinen kurzen 3  Kilometern schon etwas an die Atem-Technik gewöhnt und zweitens blieben die Seitenstechen und das „Oh-Gott-irgendwie-fehlt-die-Luft-endlich-naht-das-Ende“-Gefühl blieb auch aus. Nach den 3 km hätte ich, anders als sonst, gemütlich weiterlaufen können.

Ich werde bei den nächsten Runden ebenfalls „richtig“ atmen und hoffe, dass sich dann der Bauchmuskelkater etwas legt. Und mein Arzt mich nicht mehr ansieht und frägt, ob ich denn jemals mein Zwerchfell benutzt hätte. Pah.

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