Das Rose X-Lite Rennrad im Test

Ich habe eine Erweiterung im Rennstall: das Rose X-Lite CRS3000 – ein schwarzer, verdammt leichter und eleganter Renner. Das so leicht ist, dass ich es ohne Probleme mit einer Hand, ach was, zwei Finger hochheben kann. Und im matten Schwarz gehalten ist das Rad auch noch total nach meinem Geschmack: schlicht, zurückhaltend und cool.

Ich wollte folgende Dinge für mein neues Rennrad:

  • Carbon-Rahmen
  • Felgenbremsen
  • Schmaler Lenker
  • Kompakte Geometrie
  • DT Swiss Laufräder

Wer Rose kennt, der weiß, dass man hier keine Räder von der Stange kauft. Man wählt den Rahmen aus und dann darf man puzzeln. Welchen Sattel möchte man gerne? Welche Kurbel und welche Kurbellänge? Was für ein Lenker darf es sein und welche Räder wünscht man sich denn? Man kann sich so also das eigene Rad nach den eigenen Wünschen aufbauen – ideal, wenn man gesonderte Wünsche hat oder eben die Räder von der Stange nicht das anbieten was man sich wünscht.

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Da ich auch mit Rennrädern gelegentlich auf Schotterwegen fahre – mein altes Roadlite AL kann ein Lied davon singen – habe ich mich für Laufräder von DT Swiss entschieden, die eher für Endurance-Abenteuer gemacht sind, anstatt für Look und Schnelligkeit. Großes Manko hier jedoch: es surrt nicht im Leerlauf. Ich habe mit DT Swiss diesbezüglich schon gesprochen und sie meinten, dass das bei manchen Laufrädern so sei. Bei den höherpreisigen könnte man noch im Laufrad etwas lockern, um so das Leerlaufgeräusch wieder zu bekommen. Und es könnte helfen etwas Fett rauszunehmen – das war auch der Hinweis von Rose Bikes. Ich hoffe also sehr, dass die Laufräder wenigstens etwas lauter werden. Ein ganz mucksmäuschenstilles Dahingleiten ist zwar irgendwie auch schön, aber ich steh nun mal auf das sexy Surren. Schließlich bin ich auch so eine, die im Café sitzend beim zufälligen Hören eines Leerlaufgeräuschs sich fast den Nacken bricht, nur um zu sehen, welches heiße Rad da jetzt kommt.

Ausgestattet mit der neuen Shimano Ultegra R-8000 habe ich die neue Schaltung testen dürfen. Und habe leider nichts Positives dazu zu berichten. Wahrscheinlich, weil ich eine Montagsschaltung abbekommen habe, denn vom ersten Moment an hat diese Schaltung nicht so funktioniert wie sie sollte. Nach stundenlanger Kleinstarbeit und Anpassen, habe ich jetzt die Schaltung wieder so hinbekommen, wie sie sein sollte: geräuschlos, ohne Schleifen und Reiben. Und wenn ich schalte, dann schaltet sie auch tatsächlich ohne zu Murren in den entsprechenden Gang. Das wünsche ich mir natürlich von einer Shimano Ultegra etwas anders, vor allem, wenn es die neue Schaltung ist. Aber wenn sie denn schaltet, dann macht sie das rasch. Allerdings, das muss ich jetzt schon dazu sagen, teste ich gerade eines mit SRAM-Schaltung – und dagegen kommt die Shimano-Ultegra-Schaltung einfach nicht an.

Mit der idealen Beratung vor Ort – was einfach eine gute Sache ist – hab ich endlich mein Sattelproblem gelöst: die richtige Sattelbreite beim SQ-Lab war nämlich einfach falsch. Aber so richtig. Also schwirren hier jetzt nicht nur zwei „zu schmale“ Sattel rum, nein, ich musste mir auch neue kaufen. Denn seien wir mal ehrlich: Poschmerzen sind einfach mies. Mit dem neuen Sattel ausgestattet fuhr es sich auch gleich anders. Bis der Sattel anfing zu knarzen. Knarzi-di-knarz. Und zwar knarzte eine der Sattelstreben so laut, dass ich kurzerhand einfach einen neuen kaufte und den draufmontierte. Und siehe da: kein Problem! Allerdings habe ich gehört, dass es immer wieder mal Probleme mit dem Knarzen bei SQ-Lab gäbe – vielleicht haben die ja mal ein bisschen Feedback oder Support?

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Was einmalige klasse ist, ist der Carbon-Rahmen. Mit diesem Rahmen macht bergab fahren sowas von Spaß – irre. Leicht, steif und stabil kann man mit diesem Rad wunderbar sprinten, Serpentinen fahren oder fetzen. Vor allem auch die Maße vom Rad sind recht renn-orientiert, sodass der Vorbau etwas tiefer sitzt und man weniger gestreckt ist. Etwas, das für mich sehr angenehm ist. Dieses nach vorne gestreckt sein taugt mir nämlich überhaupt nicht und spricht dann klar für einen zu großen Rahmen. Ich habe so bessere Kontrolle über das Rad und fühle mich da einfach wohler. So wie es eben sein muss.

Fazit: Wer ein wendiges, leichtes und sportliches Rennrad sucht und auch ein Wörtchen mitreden möchte, was die Ausstattung betrifft, der wird mit dem ROSE X-LITE sehr glücklich werden.

Anmerkung: Das Rad ist eine Leihgabe von ROSE und wird von mir im Rahmen eines Vertrags getestet und gefahren. Diese Tatsache beeinflusst meine Bewertung jedoch nicht. 

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