dhb Softshell Jacke im Test: Kuschelig und warm?

Diese Marke dhb – was ist das eigentlich? Ganz einfach: die überzeugende Eigenmarke von Wiggle. Eine Sportklamottenmarke, die mit Preis und Leistung eine echte Konkurrenz zu all den anderen Herstellern sein möchte. Und wenn man sich auf deren Seite das Angebot, das Design und die Kosten anschaut, dann kann man fast schon sagen „Nicht übel, dhb. Nicht übel.“ Aber erst einmal testen wir die Softshell Jacke, bevor wir Lob verstreuen – oder?

>>> Alle Bilder wurden von www.hoffisterei.de gemacht

Die Softshell Jacke W/S Roubaix

Eine warme Jacke? Die braucht man doch nur im Winter. Stimmt. Nicht aber, wenn es um eine Softshell Jacke geht, die Schutz vor Wind, Regen und Kälte bietet.

Im Winter ist diese Jacke die letzte Schicht über mindestens zwei anderen – oder sogar dreien! Ich bin schließlich das ganze Jahr auf dem Rad, daher war nach Merino-Baselayer und Trikot diese Jacke oben drüber meist mit dabei. Und eventuell sogar noch eine Regenjacke als finale Schicht. Also quasi ideal für die herbstlichen, winterlichen und frühlingshaften Tage – denn da gibt es frische Temperaturen, kalten Regen, frühmorgens noch ekelhafte Kälte und abends wird’s sowieso frisch. Sogar bei eisigem Schnee-Regen-Wind-Graupel-Ichwerdeniewiederwarm-Wetter hat die Jacke geholfen – soweit es eben ging. Mann, das war eine Tour…

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Die Jacke selbst gibt es in unterschiedlichen Farben für Männer und für Frauen und wird von dhb selbst mit folgenden Merkmalen beschrieben:

  • Softshell Gewebe bietet Schutz vor kühlem Wind bei Ausflügen in Herbst und Winter
  • Windabweisende Membran am vorderen Einsatz und den Ärmeln mit einer Innenseite aus Fleecegewebe für mehr Wärme
  • Rückenbereich und Einsätze an den unteren Ärmeln aus leichtem, atmungsaktivem Polyester-Fleece
  • Warmer, fleecegefütterter Kragen
  • Durchgehender YKK-Reißverschluss mit Festellschieber und integriertem Reißverschlussschutz
  • 3 vertikale Taschen im Rückenbereich mit zusätzlicher Tasche mit Reißverschluss
  • Reflektierende dhb Logos
  • Zusätzlich reflektierende Details im oberen Armbereich und an den Nähten der hinteren Taschen
  • Elastischer Saum

Mit einem Preis von 84,98 Euro liegt diese Jacke in einem absolut fairen Bereich. Also los, was kann sie wirklich?

Der Test – Ausgepackt und anprobiert

Ich habe mir die Softshell Jacke in Weinrot gekauft – und werde sie mir wahrscheinlich noch in dem schönen Türkis holen. Ups, hab ich schon zuviel verraten? Wer weiß. Wenn man aber die Jacke bestellt hat und auspackt, dann wird man einige Dinge merken – auch beim ersten Anprobieren.

  • Die Jacke ist innen wirklich sehr weich und angenehm gefüttert. Ein Tragen auf „nackter“ Haut ist also absolut möglich und nicht unangenehm, da das Material Feuchtigkeit nicht aufsaugt.
  • Die Jacke ist, anders wie ich es mir bei einer Softshell Jacke gedacht hatte, immens dehnbar und nicht „hart“ oder „steif“. Sie ist sehr angenehm beim Tragen, da sie sich mitdehnt, eng anliegt und von der Passform für Frauen ein wirklicher Traum ist.
  • Je mehr man dehnt, desto heller wird das Material. Das heißt, das Material dehnt sich und verliert somit etwas an Farbstärke, was für mich jetzt nicht arg schlimm ist.
  • Die Jacke ist aus dehnbaren Material, was bedeutet, dass ich die Jacke hinten und vorne leicht und gut runterziehen kann und bei geschlossenem Reißverschluss gut sitzt. Auf dem Rad rutscht das hinten etwas höher (vor allem mit vollen Taschen), aber es sitzt dennoch sehr gut und schließt ab.

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Der Test – Durch Schnee, Regen, Wind und Sonne

Nun schaut die Jacke angezogen toll aus, fühlt sich weich und warm an und hat gut geformte und abgeschlossene Taschen hinten. Zwar vermisse ich ein Reißverschluss-Fach an der Seite für Schlüssel, Geld und kleine Füchse (haha), aber das kann ich mit der Schicht darunter kompensieren. Auf’s Rad und geradelt – egal wie das Wetter wird, ist oder eben nicht ist.

  • Die Ärmel sind lang genug, sodass sie weder in die Länge gezerrt werden, Stoff störend rumschlackert oder an den Schulter zwickt.
  • Die Bündchen am Arm sind etwas eng bei dem Wechsel zum Saum und schneiden etwas ein, das jedoch nur gelegentlich und abhängig ob ich noch eine Schicht drunter trage.
  • Der Reißverschluss geht problemlos auf und zu, vor allem das Öffnen während dem Fahren ist angenehm und flüssig.
  • Die Reißverschluss-Bahn hat ein festes Softshell-Material vernäht, sodass hier Winddichte und Wasserdichte garantiert werden können. Funktioniert top.
  • Die Taschen sind alle drei gleich groß, doppelt mit Material versehen und schließen eng ab. Das Material selber ist dehnbar, die Abschlüsse jedoch nicht, was dafür sorgt, dass das, was in den Taschen ist, auch drin bleibt.
  • Ein Reißverschluss ist hinten angebracht, jedoch geht dieser Reißverschluss sehr schlecht und das Fach ist auch nicht wasserdicht oder wassergeschützt.
  • Reflektierendes Logo im oberen Rücken und an den Taschen und oberen Ärmeln sind gut und notwendig.
  • Der Kragen ist mit dunklem Fleece gefüttert, sodass es auch da schön warm bleibt und nicht in die Haut kratzt.

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Was ist also top, was ist flop?

Das ist top

  • Preis-Leistungsverhältnis
  • Design
  • Tragekomfort
  • Haltbarkeit
  • Passform

Das ist flop

  • Wasserdichte Tasche fehlt
  • Sanftere Abschlüsse an Ärmeln fehlt
  • Bessere Anpassung bei vollen Taschen von Länge

Fazit

Wer noch keine Softshell-Jacke hat: Kaufen. Wer schon eine Softshell-Jacke hat: Kaufen. Wer nur im Sommer bei schönem Wetter fährt: „Harden the fuck up“ und kaufen. Ein Basic, das warm hält, ein super Preis-Leistungs-Verhältnis hat, gut aussieht und vielseitig einsetzbar ist. Top Arbeit dhb!

Eine Antwort zu “dhb Softshell Jacke im Test: Kuschelig und warm?

  1. Pingback: Empfehlung: Rad-Kit für den Sommer | RCP Blog·

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