Reisen mit dem Rennrad: Ortlieb Satteltasche für Wochenendtouren

Mit dem Fahrrad reisen geht eigentlich einfach: Satteltaschen für den Gepäcktrager, für den Lenker und am besten noch Rucksack und Wäschebeutel auf dem Kopf. So kann man monatelange durch die Gegend ziehen, dafür sind Trekkingräder gemacht und das ist der Grund, warum es Gepäckträger gibt. Eben für Gepäck. Wer aber ein Rennrad hat, dem fehlt genau das: Platz für Zeug.

Ein Rennrad ist leichter, schneller und sportlicher. Ein Crossrad auch – hier sind in erster Linie nur die Reifen mit mehr Grip und Breite versehen, damit man auf allen Untergründen ohne Probleme gen Ziel entlang brettern kann. Aber nur, weil man keinen Gepäckträger hat und mit dem Rucksack nicht via Rennrad reisen sollte/will, heißt das nicht, dass Tages- oder Wochen- oder sogar Monatstouren mit dem Rennrad nicht möglich sind. Für das Gepäck gibt es eine Vielzahl an Möglichkeiten und eine der Möglichkeiten, die sich vor allem für kürzere Tagestouren anbietet, möchte ich hier vorstellen.

Die Lösung für das sichere Transportieren von Gepäck beim Gepäckträgerlosen Rennrad ist die Satteltasche. Hä, die kleine, die man eh immer am Sattel befestigt hat? Die für Ersatzschlauch, Werkzeug und Co? Nein nein, keine Sorge. Ich rede von einer richtigen Tasche, die je nach Kategorie und Marke einige Liter an Fassungsvermögen hat. Für meinen Bodenseetrip, der 4 Tage lang von München zum und um den Bodensee herum führte, habe ich mir eine kleine, leichte und vor allem finanzierbare Lösung von Ortlieb geholt.

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Die Ortlieb-Tasche gibt es in 3 Größen: S, M und L. Die Größe L fasst 1,7L und eignet sich perfekt für Wochenendtouren oder als Ergänzung zu einem eher leichtern Rucksack. Hier gibt es ein paar Fakten, die die Ortlieb Satteltasche auszeichnen:

  • Komplett wasserdicht
  • Einfaches Befestigungssystem für alle gängigen Sattel
  • Klettverschluss zur doppelten Sicherung
  • Fungiert als Spritzschutz
  • Typischer Ortlieb-Rollverschluss, der doppelt sichert
  • PVC-frei
  • Made in Germany
  • 4 Farben (Grau und drei starke Farben, für bessere Erkennbarkeit)
  • Total fairer Preis: 39,95 Euro

Das Befestigen geht wirklich zackig: Mit einem simplen Schraubsystem legt man unter die zwei Sattelstützen die eine Hälfte und schraubt mit zwei mitgelieferten Schrauben den unteren Teil fest. Das Befestigungssystem an der Tasche ist stabil angebracht und lässt sich einfach verstellen. Das ist wichtig, damit man die Tasche höhentechnisch anpasst – zu weit unten eingeklickt und die Tasche kann am Reifen aufkommen. Nun ja, wenn man so klein ist wie ich und keinen 30cm hohen Sattel hat.

Das Ein- und Ausklicken der Tasche geht sehr einfach. Natürlich darf man nicht vergessen vorher die Klettverschluss-Sicherung am Sattel zu lösen, sonst wundert man sich ein bisschen. Ehem. Auf jeden Fall konnte ich meine Tasche mit meinen Habseligkeiten einfach ausklicken, mitnehmen und hab dabei nicht zusätzlich schleppen müssen. Liegt natürlich auch an den nur 1,7L, die in die Tasche passen.

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Das und viel mehr war in der eigentlich klein wirkenden Tasche drin. Ein Muss war der Bikini und ein Mini-Handtuch.

Aber wer mit dem Rad unterwegs ist, packt sowieso sowenig wie möglich. Ich habe mich auf das Wesentliche beschränkt, Glück hatte ich auf jeden Fall mit dem Wetter, denn ich hatte weder Regenjacke noch lange Hose dabei. Also hätte es geschüttet und abgekühlt – wie 1 Tag nach Heimkehren von der Tour – wäre es kalt gewesen. Aber mit Blick auf den Wetterbericht hatte ich alles und sogar zuviel dabei. Das Auspacken in der Jugendherberge ging flott, das Reinfalten am nächsten Morgen auch, da die Tasche unempfindlich ist und man mit sehr viel Liebe stopfen kann.

Die Ortlieb Satteltasche eignet sich perfekt für 3 bis 4-Tagestouren – hierfür passt alles in die Tasche was man benötigt und Regenjacke sowie Armlinge in die Trikottasche. Was braucht man mehr? Doch, etwas mehr wäre gut, wenn man mehr als 4 Tage unterwegs ist. Hier kann man Wechselklamotten, Schuhe, Waschmittel und einen kleinen Hygienebeutel problemlos in die Satteltasche bekommen. Aber es fehlt noch Platz für ein Wechseljersey, neue Socken, Regenjacke, Armlinge, Akkuladegerät und sonstiges Zeug, was man selbst als überlebensnotwendig erachtet. Wer also länger unterwegs ist und mehr Gepäck mitnehmen möchte oder muss, der sollte sich eine größere Satteltasche zulegen – die gibt es auch. Allerdings noch nicht von Ortlieb und kosten immer über 100,- Euro. Aber jeder muss mal klein anfangen und dafür kann ich diese Satteltasche, wasserdicht, einfach anzubringen und vollkommen finanzierbar mit vollster Überzeugung empfehlen.

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Also los, Tasche kaufen, rauf auf die Fahrräder und die Wochenenden auskosten.

3 Antworten zu “Reisen mit dem Rennrad: Ortlieb Satteltasche für Wochenendtouren

  1. Pingback: Schloss Neuschwanstein, Alpenpanorama, Eisbecher: Zum Bodensee und einmal rum #bodenseetrip | RedCherryPepper·

  2. Schöner Erfahrungsbericht. Hatte für meine letzte Tour auch mit dem Gedanken gespielt – ist dann aber doch wieder ein kleiner „Seesack“ mit Gurt unterm Sattel geworden. Für die nächste Tour werd ich nach dem Bericht dann aber die 40 Euro investieren.
    PS: Kleiner Fehler bei der Literangabe. Müssten 2,7 Liter sein. 😉

  3. Pingback: Radrucksack im Test: Der Velocity Rucksack von Ortlieb | RedCherryPepper·

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