Winterwunderland: Hallo Schneestürme, Tschüss #festive500

Der Winter ist da. Wenn man Winter gleich setzt mit Schnee, Schnee und nochmal Schnee versteht sich. Denn hier in München stürmt es ordentlich, der Wind zaubert Schneeverwehungen und die Straßen sind nicht nur verschneit sondern eisig. Ideale Voraussetzungen, um im Schnee herum zu rollen, Schneekuchen zu backen und die Haare zufrieren zu lassen. Allerdings zum Rennradfahren sind diese Bedingungen eher mangelhaft, wenn nicht gar katastrophal.

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Es gibt zwar Straßen, die geräumt und befahrbar sind, jedoch muss man da erst einmal hinkommen. Und wer die Fahrradwege im trockenen Zustand kennt, der weiß, dass sie im winterlichen Zustand zur Kategorie „Schrecken aus der Eis-Hölle“ gehören. Mit meinen dünnen, zierlichen und das Rutschvergnügen liebenden Rennradreifen ist das also nichts. Es sei denn, ich möchten den vereisten Asphalt knutschen. Etwas rollen. Ein Auto über mich fahren lassen. Und dann niederknien, um die Verletzungen meines Rennrads zu beweinen. Daher musste mein Mountainbike her, das gute alte Merida, das ich jetzt auch schon seit 14 Jahren hab und mit einem bestialischen Grinsen noch immer über alle kleinen Hügel und Eiskanten fahren lässt. Bei mehr als 20cm Schnee arbeitet es sich dann aber doch sehr schwer, da die Gangschaltung eingefroren war. Ein MTB-Singlespeed also.

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Belohnt für die Mühen der ganzen 25km hat ein verzauberter Wald, ein Winterwunderland, eine Zuckerwattenallee, ein Schneeflockentanz. In totaler Stille im Wald zu sein. Das Fallen der Schneeflocken zu hören, das Knirschen des Schnees unter dem Reifen und auch manchmal unter den Füßen. Graue, triste, braune Bäume werden zu weißen Kunstgestalten, verschmelzen mit dem weißen Himmel und der weiße Boden blendet fast. Draußen sein, alleine sein, Ruhe haben, durchatmen können. Manchmal hat er ja schon was, dieser Winter.

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Deswegen lasse ich Winter jetzt einmal Winter sein und verabschiede mich von den 500km des Festive 500. Im Schnee jetzt noch 300km zu fahren wird nichts, macht keinen Spaß und ist utopisch. Ich pack mich lieber warm ein und geh wieder durch den Schnee rollen. Ach, nur blöd, dass ich erst einmal immer zu diesen Wälder hinkommen muss, bevor ich allein sein kann. Dann wird’s doch wieder mein MTB. Oder doch mein Crossbike? Hauptsache, es schneit nicht und ich hab Gegenwind. Das tut nämlich weh, bei aller Liebe dieser weißen puffigen Flocken.


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