„Ohne kann ich nicht laufen!“: Trust your ritual by Odlo

Auf Facebook werde ich aktuell immer von Odlo penetriert. Die sagen mir nämlich, dass ich denen sagen soll, was ich mir sage, wenn… ähm… joa. Also: Die wollen von mir meine Laufrituale wissen. Dinge, die ich immer und immer und immer wieder vor, während oder danach mache. Die meine persönlichen Rituale sind und Teil meines Laufs sind. Egal was das sein möge. Die Lindarella hat ihre 3 Rituale auf ihrem Blog geteilt – übrigens mit wunderbaren Fotos eines noch wunderbareren Fotografen mit Bergaussicht in Lindau – und ich hab da dann mal über meine Rituale nachgedacht. Und weil ich laufe und radfahre, gibt es für beide eben meine Rituale. Denn die sind jeweils unterschiedlich.

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Die Aktion – der Gewinn

Bei der Aktion von Odlo kann man tolle Sachen gewinnen, aber ich finde es sauschwer Rituale bildlich so festzuhalten, dass sie mit Hochglanzbildern anderer Läufer mithalten können. Außerdem weiß ich, dass ihr alle gerade mehr lauft, mehr trainiert und euch mehr rausprügelt als ich. Also bitte: Macht mit unter #odloritual, gewinnt tolle Odlo Outfits und schleift mich aus meiner Wohnung und aus meinem immer nach andauernden Herzschmerz!

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Meine Laufrituale

Ich lauf jetzt schon eine Weile und hab mir da so meine Rituale aneignen können. Ich stell euch meine 3 wichtigsten Rituale vor, die mir helfen, mich motivieren (damals) und essentieller Teil vom Laufen geworden sind.

Vorab-Musik-Motivation

Einfach Gefühle freien Lauf lassen. Ob ich lachen möchte, vor Glück still strahle, fluchen will oder mit Musik mich pushe. Laufen ist voller Emotionen, daher pushe ich mich immer am Anfang mit Musik – vor allem die ersten Kilometer oder die letzten eines längeren Laufs. Aber ich könnte fast immer komplett durchstrahlen, nur beim Karwendelmarsch war ein „Boah ey, jetzt is auch gut mit dem Ding hier“ bei Kilometer 48 mal drinnen. Trotzdem: Beim Laufen ist das Glück riesig. Und das lasse ich immer raus.

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Sogar mit Blumen im Haar 😉

 

Spielkind sein

Pfütze? Her damit! Kleiner Hügel? Rauf gesprintet! Kastanien auf dem Boden? Brauch ich! Pfosten auf der Straße? Slalom laufen! Wurzeltrails? Quietschend drüber galoppieren. Baumstamm im Weg? Drüber hechten! Höhle gefunden? Inspizieren! Matschpfützenschlammloch? Platsch! Downhill? Downhill! Blumen pflücken? Aber hell yeah.

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Anhalten, den Moment genießen, Kraft tanken

Ich laufe nie durch. Nun, so gut wie nie. Klar, ich foltere damit mein Training. Meine Geschwindigkeit. Ich betrüge, trickse, werde nie besser, nie schneller, hab nie Bestzeit und sollte eher durchlaufen, bla. Klar, gelegentlich mach ich das. Aber ich laufe, um Freude zu haben und raus zu kommen. Raus raus raus.

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Und wenn da ein kleiner Wasserfall ist, dann starre ich den an. Und wenn ich auf dem Gipfel bin, dann genieße ich die Aussicht. Und wenn ich am stillen See laufe, dann lasse ich den auch mal auf mich wirken. Und wenn die Sonne gerade unter geht, dann bewunder ich das auch mal. Das sind die Momente, die ich mit nach Hause nehme. Die Spaß machen. Die jedes Mal anders sind und die für mich so zum Laufen dazugehören, wie das Schweiß abwischen mit dem unteren Teil des T-Shirts. Auch ein Ritual vielleicht 😉

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Meine Radrituale

Als kleiner Noob oder Rookie, wie ich genannt wurde ob meines Talents sich super galant auszuklicken, hab ich aufgrund des Stadtfeelings vermehrt Radtouren gemacht. Und auch hier meine 3 kleinen Rituale ergattert – die habt ihr sicherlich auch.

Checklist im Kopf

Bevor es rausgeht auf die Straße, mit dem Radl auf der Schulter vom 3 Stock in die Freiheit, wird gecheckt. Wasser, Licht, Werkzeug, Schlauch, Geld, Schlüssel, Brille, Helm, Armlinge, Beinlinge oder andere Zusatzkleidung. Ohne Schlüssel ist doof, ohne Schlauch auch und ohne Helm noch viel doofer. Und die Schrauben an meinen Pedalen check ich auch – aus Erfahrung. (Da war sie plötzlich weg, hups.) Sexy ist vor allem: Layering. Und im Sommer: Trikot auf.

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Bunny Hops Training

Wer aus München raus fährt hat viele Bordsteine – auch auf den Fahrradwegen. Hier übe ich, bevor ich in Ruhe ohne großen Verkehr ausradeln kann, das Hüpfen mit dem Fahrrad. Man muss ja klein anfangen und ohne Trainieren wird das dann mal nichts mit meiner Bunny Hops Karriere. Außerdem kann ich mich da gut einradeln und etwas warm werden, auf dem Weg raus aus der Stadt.

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Sich verlieren

Ich plan immer Momente ein, in denen ich ein bisschen schnell fahren kann. Wenn ein Straßenschild mir sagt, dass maximal 40 zu fahren sind, freu ich mich diebisch, wenn mein Garmin Edge 1000 mir 42 anzeigt. Hihi. Berge hochzufahren ist auch etwas, das ich mit einer Liebe zum Leiden gern mache. Oder die Olympiastraße im strömenden Regen zurückbrettern und nicht unter 35kmh kommen. Klug für GA1? Weiß ja nicht, aber wenigstens einmal muss ich auch wenn’s nur kurz war mich verlieren und alles geben dürfen. Dann strahl ich und alles ist gut.

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13 Antworten zu “„Ohne kann ich nicht laufen!“: Trust your ritual by Odlo

    • Danke dir – ich find die Idee mit #odloritual ganz cool, weil man sich dann damit auseinander setzt, was Laufen oder Sport für einen ist. Möcht jetzt am liebsten raus in den Wald, der Hexenschuss macht mir einen Strich durch die Rechnung. Aber bald!

  1. Danke für den Beitrag, ich war jetzt ganz kurz davor, dazu auch zu bloggen, aber letztlich sind meine Rituale (wie Rituale eben so sind) einfach nur kleine Details im Alltag, die mir helfen in Laufstimmung zu kommen.

    • Das sind doch tolle Rituale 🙂 Her damit, will sie wissen! Ich find es schön zu erfahren, wer wie das Laufen ins Leben integriert, sich zur Tür rauskickt oder die Motivation steigert. Nicht zögern, bloggn!

  2. Pingback: Individuell rituell - meine Sport Rituale | Endurange·

    • Gefühle auszudrücken ist und bleibt eine schwierige Sache, aber manchmal, ganz selten, schaff ich es doch einigermaßen das zu beschreiben, was ich fühle.
      Und die Bilder helfen dabei sehr – mag meine Rituale 🙂

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