„Ich fürchte mich nicht“ von Tahereh Mafi

„Ich fürchte mich nicht“ ist ein vielversprechendes Jugendbuch, das sich definitiv von den anderen Büchern abhebt.“

Achtung: Auf Lovelybooks gibt es heute den Fragefreitag mit niemand geringerem als Tahereh Mafi! Also Fragen stellen und ein Exemplar von „Ich fürchte mich nicht“ gewinnen! 

Inhalt

Juliette ist ein Monster. Ein Mutant, ein Killer, ein verachtenswertes Lebewesen, das zur Sicherheit aller von der Welt getrennt eingesperrt ist. Von ihren Eltern verachtet und gehasst wurde sie in diese Institution mitgenommen, eingesperrt, allein gelassen. Dabei ist sie nur ein normales Mädchen, das einmal im Leben liebevoll in die Arme genommen werden möchte, normal sein will und die Wärme der Berührung spüren will.

Wenn ihre Berührung nicht tödlich wäre.

Als eines Tages ein junger Mann zu ihr in die Zelle geschmissen wird, dreht sich ihre Welt um 180 Grad. Er ist zu nah, viel zu nah, und sie fürchtet wieder einmal gegen ihren Willen einen Menschen zu töten. Noch schlimmer: Sie erkennt ihn wieder, von früher. Damals hat sie ihr Herz an ihn verloren und auch jetzt schlägt ihr Herz wild.

Doch Juliette ist nicht aus Sicherheitsgründen eingesperrt und auch Adam, der junge Mann, ist nicht ein Gefangener. Alles ist ein Plan gewesen Juliette für sich zu gewinnen und auch Adam hat sie nur ausspioniert – mehr nicht. Doch während Warners Freude über Juliettes tödliche Gabe wächst, nimmt auch die Nähe zwischen Adam und Juliette zu. Obwohl beide wissen, dass nur eine Berührung das Ende wäre… oder?

Meinung

Wer einen ganz normalen Jugendroman, einen dystopischen Roman erwartet hat, der muss sich auf etwas anderes einstellen. Denn Tahereh Mafi schafft es sprachliche Mittel zu verwenden, die die extremen Gefühle Juliettes ausdrücken ohne in Worten zu versinken. Ein Mensch, der noch nie liebevoll umarmt wurde, noch nie berührt wurde und stets als Monster gesehen wurde, kann nur verzweifelt, sehnsüchtig und verschüchtert sein. Das wird vor allem in den ersten 50 Seiten deutlich, in denen der Leser Juliette, ihr Schicksal und ihre Auseinandersetzung mit sich selbst kennen lernt.

Am Anfang dachte ich, dass dieser seltene aber doch düster-fesselnde Stil sich fortsetzen wird, doch als sich die Geschichte entwickelt, wird der normale Erzählstil Mittelpunkt. Vor allem da sich die Geschichte rasch entwickelt ist es verständlich, dass die erzählenden Elemente dann überwiegen. In den intimen Momenten, in denen Juliette ihr Glück und dessen Unbeständigkeit kaum fassen kann, taucht man wieder in den tiefgehenden, besonderen Stil ein.

Die Geschichte ist etwas düster, vor allem dank des besonderen Schreibstils, der auch durchgestrichene, ständig wiederholende Wörter enthält. Aber eine Geschichte, das in einer verzweifelten Welt mit einem ebenso verzweifelten besonderen Mädchen spielt, muss so sein. Und je näher man dem Ende kommt, desto zuversichtlicher, heller und lebendiger wird die Geschichte – ebenso wie sich Juliette verändert.

Fazit

Eine Geschichte, die einem zeigt wie selbstverständlich wir mit Liebe und Berührungen umgehen, wo diese doch einen Menschen erst ausmachen. Fesselnd, berührend und liebevoll!

Buchdetails

Name: Ich fürchte mich nicht

Autor: Tahereh Mafi

ISBN: 978-3442313013

Verlag: Goldmann

Buch: Goldmann, 316 Seiten

Genre: Jugendbuch, Dystopie

Shopping: Amazon

Cover-Kritik

Ich weiß nicht wer das Cover entworfen hat – die Grundidee ist eigentlich sehr gut – aber wer auch immer es abgesegnet hat, hat nicht ganz genau hingeschaut. Das Mädchen, das auf dem Cover abgebildet ist hätte etwas sauber ausgeschnitten werden können – Photoshop-Kenntnisse sind dafür erforderlich.

Und was ich wirklich skurril finde: Habt ihr schon mal nach den Beinen von dem Mädchen geschaut? Ja, genau. Da ist irgendwas… Ein Stumpf? Ein Mutantenbein? Der Fuß fehlt, abgeschnitten, aber das Bein ist irgendwie zu sehen. Für einen geplanten Bestseller hätte ich mir ein besseres Cover gewünscht mit etwas mehr … Detail- und Qualitätsliebe.

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