„Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert

Für alle Fans von SciFi, von Klassikern und von fesselnden Geschichten ist dieses Wunderwerk ein Muss.

Inhalt

Erzählt wird die Geschichte des Planeten Arrakis – Der Wüstenplanet. Im Jahre 10190 herrscht der Padhishah-Imperators mit Fürsten, die für die jeweiligen Planeten zuständig sind. Auf Calladan herrscht die Atreides-Familie: der Herzog Leto, seine Frau Jessica und der Sohn Paul. Jessica ist eine Bene-Gesserit – ein Orden von Frauen, die sich in übernatürlichen Kräften bilden und die Zukunft voraussagen. Jessica wurde aufgetragen eine Tochter zu gebären und dennoch schenkte sie dem Herzog Leto einen Sohn – Paul. Denn es gibt eine Legende: „Der Mann, der an vielen Orten zugleich sein kann: der Kwisatz Haderach.“

Paul wurde von klein auf nach der Schule der Bene-Gesserit erzogen mit dem Ziel der Mutter in Paul das Können eines Mentaten – ähnlich eines Wahrsagers – zu erwecken. Sie schafft es auch, aber zahlt einen unglaublichen Preis dafür.

Die Familie Atreides erhält Arrakis. Das entspricht einer großen Bürde, denn Arrakis ist der einzige Planet im Universum auf dem das Spice zu finden ist. Es wird auch Melange genannt, das einer Droge gleich kommt. Denn nur mit Spice können außerordentliche Raum- und Zeitsprünge ermöglicht werden, wie es die Gildenschiffe machen. Wer die Macht über das Spice hat, hat die Macht über alles.

Auf Arrakis leben die Fremen, an die Wüste angepasste Menschen, die mit den Harkonnen im undenkbar langen Krieg stehen. Dass auch in der Zukunft niemand gegen Betrug und Bestechung immun ist, zeigt eine Abfolge klar ausgeklügelter Geschehnisse, die in einem Ziel enden: Der Tod des Herzogs und der Verlust der Macht der Familie Atreidis.

Paul’s Visionen werden stärker, er sieht seine Zukunft, er versteht den Planeten! Er versteht was die riesigen Sandwürmer, die große Gefahren in der Wüste darstellen, eigentlich bedeuten. Er erkennt die ungeborene Schwester im Leibe seiner Mutter. Er kann nachvollziehen was die Fremen vorhaben. Er flüchtet mit seiner Mutter in die Wüste und findet Schutz bei den Fremen. Als der Führer Stilgar ihn nach seinen Fremen-Namen frägt, sagt Paul:

„Wie nennt ihr die kleine Maus, die hüpft?“

„Wir nennen sie Muad’dib.“

Und genauso lautete seine Vision, dass er – Paul Muad’dib – den heiligen Krieg Djihad anführen und Arrakis für immer verändern würde.

Meinung

Ich habe den Film gesehen, einige Male, und war schon immer ein Fan davon gewesen. Die Mischung zwischen SciFi, Zukunftsvisionen, Action und etwas Philosophie waren spannend und fesselnd. Auch wenn der Film alt ist, so ist er immer noch einer der besten SciFi-Filme überhaupt. Und das kann ich ebenfalls vom Buch behaupten.

Ein wahnsinnig spannend geschriebenens Buch. Es wechseln von Kapitel zu Kapitel und auch von Seite zu Seite die Erzählerperspektiven, sodass sich die riesige Welt nicht auf eine Sichtweise beschränkt, sondern von Feinden sowie auch von Verbündeten erzählt wird.

Angenehm dabei sind auch die Gedanken, die in kursiv angezeigt werden und noch mehr Tiefe und Inhalt zulassen. Das erleichtert das Verständnis der wirklich einmaligen Welt, die Frank Herbert hier aufgebaut hat. Die politischen Stränge, die viele Ereignisse erzeugen, sind erklärt und von unterschiedlichen Seiten beschrieben. Die Charakterentwicklungen suchen wirklich seinesgleichen, vor allem da den einzelnen „Charaktergruppen“ soviel Liebe und Aufmerksamkeit geschrieben wurden, dass man schon nach ein paar Kapiteln vollkommen in der Welt von 10190 versinkt. Und es geht flott voran: auf 880 Seiten ist soviel fesselnde Geschichte gepackt, dass man kaum Luft holen kann.

Man könnte meinen, dass die Zukunftsvisionen und der Schreibstil vom Autor etwas veraltet sind, da die Erstauflage 1965 gedruckt wurde, aber sprachlich und inhaltlich ist hier kein Unterschied zu erkennen. Eventuell – im Vergleich zu manch anderen SciFi-Büchern – kann man beim „Der Wüstenplanet“ tatsächlich von einer epischen Welt sprechen.

Fazit

Neben J.R.R. Tolkien und Neal Stephenson hat Frank Herbert für mich mit dem ersten Buch „Der Wüstenplanet“ der Chronologie einen sicheren Platz in der Reihe der besten Bücher aller Zeiten eingenommen. 

Ein Buch, das eine Welt bietet, wie ich sie selten gesehen habe.

Buchdetails

ImageName: Der Wüstenplanet

Autor: Frank Herbert

ISBN: 978-3453186835

Verlag: Heyne Verlag

Buch: Taschenbuch, 880 Seiten

Genre: Fantasy & ScienceFiction

Shopping: Amazon

Eine Antwort zu “„Der Wüstenplanet“ von Frank Herbert

  1. Sehr empfehlenswerte Science-Fiction hast du da vorgestellt. Ich habe die Reihe, inklusive Brian Herberts Prequels, vollständig gelesen und muss sagen, die Originale von Frank Herbert haben den Hugo-Award zurecht erhalten.

    Die Dune-Werke von Franks Sohn Brian sind in Ordnung aber weit von Frank Herberts Stil entfernt, was mir besonders negativ aufgefallen ist, ist die exzessive Gewalt in den Vorläufern. Wenn Cronenberg ein Buch schriebe dann wohl „Legends of Dune“

    Zum Film, David Lynch ist ein genial, musste aber leider Dune auf Druck der Studios stark verändern und kürzen, weshalb er den Film persönlich zu seinen schlechtesten zählt. Trotzdem ein guter Streifen, insbesondere durch die tolle Besetzung. Kyle Mclachlan ist der perfekte Paul Atreidis. Ansonsten Sting, Max von Sydow, Patrick Stewart und Sean Young. Super 🙂

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