Lebt wohl ihr ollen Kilos zuviel!

Ich habe mich am Wochenende auf die Waage gestellt. Nicht, dass ich eine daheim hätte oder das gerne mache. Für das Fahrradrahmen-Auswählen muss man auch das Gewicht angeben – daher musste ich mich wiegen. Und das letzte Mal hatte ich mich im März gewogen – auch damals war es eher ein Zufall. Denn ich vertraue meinem Körpergefühl schon sehr gut und ich kenne mich eben auch. Als ich damals im März auf dem Ding stand hatte ich ein gutes Gefühl, da ich angefangen hatte mich nach Weight Watchers zu ernähren. Das Gefühl hat mich nicht belogen: ganze 4 Kilo weniger und unter die magische Grenze von 70 kg.

Dann folgte der Umzug. Das Geld-herbei-zaubern für notwendige Dinge wie Kaution oder Haushaltskruschkram. Und der Kühlschrank fehlte – ganze 1,5 Monate. Ich muss hier dann glaube ich auch nicht erwähnen wie meine Ernährung dank Kühlschrank- und Geldmangel aussah.

Vor allem wenn man mit dem wunderbaren Gen der Aufopferung versehen ist: Ich opfere mich auf, wenn ich – wie immer – Pasta für eine imaginäre Großfamilie koche und es dann über ist. Oder das arme Steak noch in der Pfanne liegt und ganz allein ist. Oder das Eis… kalt wird… Ach, auf jeden Fall kann ich Essen nicht schlecht werden oder stehen lassen.

Nun stand ich eben auf der Waage mit Digitalnummer versehen im Hause meines Vaters – übrigens brauche ich einen 16,5″ Rahmen für mein neues Mountainbike – und mich trifft milde gesagt der Schlag.

Klar, der Körper wabbelt salopp gesagt schon etwas länger vor sich hin und das ein oder andere Kleidungsstück wird auch nicht größer. Seit ich nicht mehr 2 Schachteln Zigaretten pro Tag rauche hat es auch einen immensen Schub getan. Immens. Das gelegentliche Laufen in der Woche reicht nicht aus, um die Mengen an Essen auszugleichen. Übrigens können nur Leistungssportler eventuell mehr essen als normal und nicht jeder, der „sich mal bewegt hat“. Totaler Mist. Rein-Raus-Bilanz ist das was zählt. Aber diese Zahl auf der Waage macht mir schon deutlich, dass es nicht mehr okay ist. Also eigentlich ist das Äußere vollkommen irgendwie „okay“ aber mein ehemaliges, vor 3 Jahren um 10 Kilo leichteres Ego ist alles andere als „okay“.

Am Boden zerschmettert und dank dieser ollen Zahl zu einem gefühlten Etwas bestehend aus Arsch, Oberschenkeln und Bauch geworden – frei jeglicher Körperanspannung und -fitness.

So mein lieber Körper und mein liebes Ich: Klappe halten und Arschbacken zusammen kneifen, denn so geht es nicht weiter.

Trick 1

Weight Watchers wird wieder befolgt. Nicht, um nichts zu essen und nur noch Gemüsesuppe zu löffeln. Sondern, um ein gesundes Verständnis von Massen und Maßen zu erlangen. Und dabei dank WW eine tolle Stütze zu haben, die mit dem Punkte-System bombeneinfach zu verstehen ist.

Trick 2

Laufen wird wieder hochgeschraubt. Ich wohne jetzt quasi im Grünen und habe genug Wege, die ich laufen kann. Also ist ein dreimaliges Laufen die Woche definitiv drin plus normales Dehn- und Kraftprogramm. Dass ich überall mit dem Fahrrad hinfahre ist sowieso seit 2 Jahren eine Selbstverständlichkeit bei mir. Jetzt muss ich mir nur noch ein Laufprogramm ausdenken, finden, suchen, basteln.

Trick 3

Belohnungen ansetzen, die NICHT aus Essen bestehen. Kein „Wenn ich das hier fertig habe, dann hol ich mir ein Oreo-Eis.“ sondern eher „Wenn ich die xy kg Grenze erreicht habe, dann darf ich mir das Buch/Chucks/Doctor Who Zeug gönnen.“ Und natürlich auch Belohnungen, die tatsächlich auch mit Fitness und Körper zu tun haben ansetzen. Hose shoppen gehen, neue Laufklamotten, einen Spa-Tag gönnen oder den Bikini ausführen.

Trick 4

Aufschreiben „Warum mach ich das“, um der fiesen Motivationsfalle „Faulheit“ eins auswischen zu können. Da hilft auch ein Wochenplan der einfach durchgezogen wird. Der Anfang ist die Hölle, aber einmal die ersten Wochen überlebt läuft es: Das Essen macht wieder satt, man gewöhnt sich an die Portionen und genießt den normalen Becher Mousse au chocolat und das Laufen ist zur Sucht geworden.

Meine Gefahr: Mangelnde Beständigkeit und Regelmäßigkeit. Buchmessen, Klausuren, Sachen wie Umzüge sind die perfekte Ausrede für mich gewesen. Ebenfalls aufschreiben und durchhalten.

Und am besten geht das auch, wenn andere mitmachen. Vor allem bei Sport. Ein Wochenende mal eine Radl-Tour oder Kletter-Kurs oder Kanu ausleihen oder ein Lauftreff. Ich kenne zwar niemanden, der das mit mir machen würde/könnte, aber das kann sich ja noch ändern.

Und ob meine Tricks helfen, welche Rezepte ich ausprobiere und wie das mit dem Laufen und anderen Sportarten läuft werde ich mit euch teilen.

2 Antworten zu “Lebt wohl ihr ollen Kilos zuviel!

  1. Haha, schade, dass ich das jetzt erst lese. Mit mir hättest du gleich eine Mitstreiterin gefunden. Oder ich mit dir? 😀 Wie dem auch sei, scheinst du ja sehr erfolgreich zusein! Weiter so! 😉

    Lieben Gruß, Eva

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