The Transcontinental Race: Radabenteuer von Fahrer #171 – Video by Pedaled

Warum nicht. Mal von Belgien per Rad in die Türkei fahren. Mit dem Rad. So schnell wie es eben für einen möglich ist. Ohne Unterstützung, ohne Begleitfahrzeug, ohne vorgebuchte Hotels, ohne Verpflegungspunkte, ohne vorgegebene Route. Das ist das TRC – das Transcontinental Race. Das Ultracycling-Event, das seines gleichen sucht und immer mehr begeisterte Teilnehmer vorweisen kann. Wahnsinn ist halt doch irgendwie toll.

Jacopo war 2016 wieder dabei. Ihn durfte ich in Friedrichshafen kennen lernen, da ich beim Pedaled-Stand auf der Messe vorbeischaute. Und der Italiener war sofort begeistert dabei mir von seinem Abenteuer zu erzählen – seinem zweiten Abenteuer. Dass es ein verdammt anstrengendes Abenteuer sei, dass noch immer sein Fuß taub wäre und dass er mit dem miesen Wetter so unfassbar gelitten hätte – das erzählt er mir mit leuchtenden Augen. Sein Fahrrad ist dort ausgestellt, auf der Messe. Noch mit Staub von den Straßen, die er entlang gebrettert ist, mit den Taschen in denen er sein Gepäck transportiert hatte, das übrigens immer noch zu viel gewesen wäre, und mit seinen großen Trinkflaschen. Von denen schenkte er mir zwei, zwei neue um genau zu sein, aber das Logo des TRC prangte fett auf den Flaschen. Endlich Flaschen, die richtig viel Flüssigkeit aufnehmen, aber wer bei dem Radrennen mitmachte, das zwischen 3200km und 4500km lang ist, der muss trinken.

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Denn auch wenn es gelegentlich geschüttet hatte ohne Ende gab es auch heiße Tage. Auch je näher man dem Süden kommt wird es immer heißer und heißer. Die Strecke wählt man selbst und man muss selbst entscheiden, wann man pausiert, wo man pausiert, wie man pausiert. Wann isst man, wann schläft man, wann fährt man. Am Ende muss man für sich entscheiden, was man möchte. Gewinnen? Dabei sein? Auch mal anhalten und in den See springen? Ausreichend schlafen? Unter 10 Tagen im Ziel ankommen? Unter 14 Tagen? Am Ende, so sehe ich das, zählt das ankommen. Denn wer so eine Strecke bewältigt, sollte sich auch mit Erlebnissen belohnen – die bekommt man selten mit, wenn man nur stur vor sich hin starrend durch die Landschaft donnert. Jacopo sieht es ähnlich, hat aber mit einem anderen Ziel als 2015 in die Pedale getreten. Und es war wie immer ein Auf und Ab der Gefühle, der Straßen, des Wetters und der Beine. Diese Dokumentation von Pedaled ist die Zeit wert. Zurück lehnen und inspirieren lassen. Und vielleicht etwas mitleiden.

3 Antworten zu “The Transcontinental Race: Radabenteuer von Fahrer #171 – Video by Pedaled

      • Ich mochte schon immer lange Ausdauergeschichten und bin von Dingen wie dem TRC fasziniert. Man muss fit sein, keine Frage. Und für mich noch wichtiger bzw. irgendwie Teil der Fitness, muss man best möglich an die Belastung adaptiert sein. Ich möchte gerne mein ganzes Leben Sport machen und bspw. beim Karwendelmarsch hatte ich teilweise schon angst, mir gerade nachhaltig was kaputtzumachen. Danch war ich erstmal 2 Monate außer Gefecht und das ist schon ein hoher Preis…
        Wenn ich mich irgendwann bereit fühle, bin ich aber gern für sowas zu haben 😉

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