Rad-Rucksack gesucht: Wenn’s etwas stylischer sein soll

Im Laden: Deuter. Online: Deuter. Google-Suchergebnisse: Deuter. Deuter wohin man nur schaut. Wenn der Leser jetzt nicht weiß, wer oder was „Deuter“ denn sein soll, dann soll er oder sie das einfach mal in das Google-Suchfeld eingeben. Deuter Radrucksack. Da gibt es für die langen und kurzen Touren, für die wochenlangen und jahrelangen Strecken, in Pink und in Blau, in XS und in XL genug Auswahl. Offenbar aber nicht bequem für mich, denn irgendwie sitzt der nicht richtig. Und ist zu bunt. Und ist in meinem Kopf einfach ein Wanderrucksack. Okay, das erst, seitdem ich weiß, dass ich mit einem Deuter Transalp Rucksack nicht glücklich würde. Vielleicht bringen die ja mal eine schlichte Roll-Up-Variante raus.

Bis dahin gilt es aber: Alternativen suchen. Und die habe ich auch. Wie im Post über die coolen Badges auf dem Rad-Rucksack beschrieben, gibt es ein paar Marken, die gute Rucksäcke anbieten. Alle im Radkurier-Stil oder im Ortlieb-Stil (Roll-Up-Öffnung). Und ich suche noch immer nach finanzierbaren Varianten (die Preise, wow), aber es macht ja nichts, wenn wir uns die Creme de la Creme einfach mal anschauen, oder?

Nymb.co

Eine Marke, die ich über Instagram kennen gelernt habe. Die machen tolle, handgefertigte Rucksäcke und Taschen – aber auch eine Menge für echte Rennradfahrer, die das Rad für den Weg zur Arbeit benötigen, Wechselklamotten mitnehmen oder am See 100km entfernt vllt eine Runde baden wollen. Kurzum: gute, schlichte Rucksäcke. Die sind wasserdicht und innen auch noch mit wasserdichtem Material versehen, durch den Roll-Up-Verschluss sind die Rucksäcke dann wirklich ideal für jedes Wetter. Beispielsweise der Road Runner Bag ist noch mit kleinen Taschen versehen, wenn man immer wieder mal schnell etwas braucht – finde ich toll. Die Mer Bag, ganz schlicht, ist perfekt zum Verstauen aller Sachen und lässt sich auch entsprechend vergrößern. Schönes Design und gute Verarbeitung, mein absoluter Favorit gerade.

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Mission Workshop

Unter vielen Radlern schon bekannt, hat mich Mission Workshop mit den vielen Xs erst einmal durch den saftigen Preis geschockt. Aber die Rucksäcke sind bekannt dafür, dass sie sehr hochwertig verarbeitet sind und auch wirklich das halten, was sie versprechen. Wasserdicht, ausdauernd, stabil und durch eben ein schlichtes Design überzeugend. Hier im Video könnt ihr mehr darüber erfahren:

Durch die schlichte und sehr ähnliche Konstruktion der Rucksäcke ist die Wahl recht schwer, aber ich bevorzuge dann immer noch die schlichtere und kleinere Variante. Beispielsweise der „The Sanction“ schaut nicht so übel aus und bietet alles was ich brauche: wasserdicht, Platz für den Laptop, Vordertasche für Geldbeutel, Schlüssel & Co. und im Notfall erweiterbarer Stauraum. Klingt doch toll, oder?

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Topo Design

Wer auf mehr Farben steht, der wird Topo Design lieben. Die machen nicht nur coole Duffle Bags und Wandertaschen, sondern auch für Radler geeignete Rucksäcke. Auch hier gehen wir wieder mit dem Roll-Up-Design, das garantiert einfach einen gewissen Wetterschutz. Mit einem Reissverschluss auf der einen Seite für Kleinkram und einem Reissverschluss auf der anderen, um im Notfall schnell an den Inhalt zu kommen, ist der Roll Top Backpack clever. Man kann sogar, sollte das Ding so voll sein, dass nichts mehr reingeht, eine Jacke oder sonst was vorne anbringen. Natürlich passt auch hier ein Laptop rein und der Rucksack wird liebevoll mit wasserdichtem Material per Hand gefertigt. Ach ja, Platz für eine Flasche in der Seitentasche ist sowieso immer. Perfekter geht’s kaum, oder?

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Chrome

Hier ist wieder einmal der Flammablethinker aus Australien Schuld, der selbst mit so einem Teil rumfährt: einem Rucksack von Chrome Industries. Und ich find das sehr clever, vor allem für die, die viel unterwegs sind und immer mal wieder von A nach B fahren. Natürlich komplett wasserdicht hat mein Favorit der Barrage Cargo Platz für Laptop und hat eine lebenslange Garantie. Also einmal gekauft wird das Ding bis zum bitteren Ende leben. Man kann es aufgrund des Roll-Up-Verschlusses locker von 22 auf 34L Fassungsvermögen steigern und an der Vorderseite ist noch ein verstellbares Netz für den Helm (oder anderem Krusch) zum Festmachen. Falls man mal nur spazieren wollen würde. Den robusten Rucksack kann man auch nach Belieben selbst designen, auch nicht übel.

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Übersicht

Nymb.co

  • Wasserdicht: Ja
  • Fassungsvermögen: 27L
  • Farben: Schwarz, Grau, Camouflage
  • Seitentaschen: Ja
  • Laptop: Ja (15″)
  • Garantie: Lebenslang
  • Kosten: 149,- Dollar + 49,- Dollar Versand (ca. 176,- Euro)

Mission Workshop

  • Wasserdicht: Ja
  • Fassungsvermögen: 20L
  • Farben: Schwarz, Grau, Olive, Charcoal
  • Seitentaschen: Vordertasche
  • Laptop: Ja (15″)
  • Garantie: Lebenslang
  • Kosten: 195,- Dollar + 45,- Dollar Versand (ca. 210,- Euro)

Topo Designs

  • Wasserdicht: Ja
  • Fassungsvermögen: 29,4L
  • Farben: Schwarz, Grau, Türkis
  • Seitentaschen: Seitentasche via Reissverschluss, Schnallen vorne
  • Laptop: Ja (15″)
  • Garantie: Lebenslang
  • Kosten: 198,- Dollar (173,- Euro) +  Versand

Chrome

  • Wasserdicht: Ja
  • Fassungsvermögen: 34L
  • Farben: Schwarz mit unterschiedlichen Farbböden (beige, schwarz, rot), Grün
  • Seitentaschen: Nein, nur Helmnetz vorne
  • Laptop: Ja (15″)
  • Garantie: Lebenslang
  • Kosten: 200,- Euro inkl. Versand

9 Antworten zu “Rad-Rucksack gesucht: Wenn’s etwas stylischer sein soll

  1. War das jetzt eine Zusammenstellung der maximal zum (Renn-)Radln untauglichen Rucksäcke?;-)
    O.K:, Deuter geht schon aus metaphysischen Gründen überhaupt nicht, aber mit diesen Rollkoffner da auf den Schultern Radl fahren? Ich weiß ja nicht. Spätestens bei Gegenwind wird man diese Kisten mindestens mal mit Mißbilligung bedenken. Außerdem kann man mit 20L (und mehr) Packvolumen einen ganzen Umzug durchziehen. Wenn schon rucksack, dann unter 10L Volumen und schön schmal und flach. Da findet sich bestimmt auch noch ein optisch akzeptables, weil unbuntes Modell. Zur Not kann man ja noch einen Ledersattel mit Messingschildchen ins Bild pinnen, damit das Ding dann stylisch wirkt.

    Grüße an den Reichswald ;-), auch wenn es bei mir lange her ist.

    • Welcher Reichswald – hier ist keiner der so heißt. In Erlangen gab’s da mal einen…
      Naja, du musst ja auch richtig lesen, Bub: die Rucksäcke sind für keine 32km/h-Fahrten gemacht, sondern für diejenigen, die mit Rennrad, Crosser oder sonst was eben zur Arbeit fahren oder mal wieder von A nach B müssen – unterschiedliche Distanzen. Und bei aller Liebe: Ich habe keinen Kleiderschrank am Arbeitsplatz, daher muss ich etwas mehr mitnehmen als unter 10L. Und wenn dann noch Laufsachen reinmüssen wirds eng. Also beschwer dich lieber nicht über Tipps, die vielleicht nicht deinem Geschmack entsprechen oder deiner bevorzugten Verwendung von Rucksäcken 😀 Denn manche stehen auf grellbuntes Zeugs, andere wiederum nicht und viele andere müssen in der Arbeit aus den Radklamotten raus, danach schnell im Supermarkt einkaufen gehen und wollen dabei nicht ganz unstylisch aussehen (wie wohl du 😉 )

  2. Ich meinte schon den Erlanger-Reichswald. Da durfte ich auch mein ersten Laufrunden drehen. Du wirst doch wohl ab und an dort mal noch eine Runde laufen?
    Du kannst es drehen oder wenden, wie du willst; entweder hast du den „falschen“ Rucksack im Blick oder das „falsche“ Rad dabei. Ich würde bei meinem Arbeitsweg wahnsinnig werden, wenn ich da so einen Koffer auf dem Buckel hätte; o. k. sind auch was über 40km. Wenn also der halbe Haushalt mit muss, entweder einen Gepäckträger ans Radl spaxen, was wiederum mies ausschaut und beim Renner/Crosser eher… nun ja 😉 Deswegen „falsches“ Rad oder halt weniger mitschleifen (Laufsachen). Oder aber lass das Radl aus der Sache raus und schon passt es. Das Radl ist dann nur das Medium der Beschleunigung des Ganges. Du suchst also einen wasserdichten Rucksack, der nicht beschissen ausschaut. Dem kann ich folgen.

    • Ich wohne nicht in Erlangen, daher lauf ich da nicht und du redest echt viel 😀
      Bei 40km würde ich das allerdings auch anders planen, das muss aber jeder für sich klären. Wer 40km mit dem Rad zur Arbeit fahren muss/will wird sich schon eine passende Lösung zurechtwerkeln, seien es Duschmöglichkeiten in der Arbeit, Satteltaschen oder keine Probleme mit großen Rucksäcken auf dem Rücken.

  3. hey, bin auch auf der suche nach ner tasche(die geilen sind teuer) oder rucksack(besser fürn rücken?), nachdem nun ja moderne+schlaue aufm markt sind. ich würde auch sofort nymb und mission workshop nehmen. schade, dass die nicht einfach in klein und gross geboten werden, nymb ist gerade sogar – nun ja – fast bezahlbar, wenn man sich das porto teilt:)

    • Ja, Nymb wär auch so mein Favorit bis jetzt. Jemand hatte sich auch einen Mission Workshop geholt, ist total begeistert, aber der Preis lässt mich halb ohnmächtig umkippen 😀 Welche Tasche hättest du dir denn geholt, so eine Kuriert-Tasche? Fänd Rucksack fast besser, sicherer!

  4. Pingback: Radrucksack im Test: Der Velocity Rucksack von Ortlieb | RedCherryPepper·

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