Rennradeln im Winter: Warme Hände mit den Roeckl Sports Handschuhen

Es gibt ein paar Wahnsinnige, die im Winter und bei kälteren Temperaturen auch Rennrad fahren. Oder eher nicht wahnsinnig werden wollen, weil sie nicht Rennrad fahren und daher dem kalten Wetter einfach trotzen. Erfrierungen hin oder her, man muss doch einfach raus. Und scheiß auf die Rolle, nichts ist schöner als Gegenwind, Rückenwind, Sonnenstrahlen auf der Nase, Schneeflockensturm, pochende Beine, eiskalter Downhillwind und das Fluchen über die Autofahrer.

Die Din von EiswürfelimSchuh hat mich auf Instagram gefragt, wie mir beim Rennradfahren nicht die Hände abfallen vor Kälte. Nun, ich fahr einfach langsamer wäre wohl eine Antwortmöglichkeit. Auch „Hände? Welche Händ… oh Gott ich habe Hände!!“ ginge natürlich auch. Mein Favorit ist allerdings „Nun, ich esse vor jeder Fahrt eine ganze Ingwerknolle und einen Esslöffel Zimt“ auch wenn die wunderbar stupide Aktion von zwei Herren in Salzburg mit dem Titel „Rapha Winter Embrocation ÜBERALL“ ganz cool war.

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Ich habe mich recht gut an kalte Hände und Füße gewöhnt, das ist ein wahrer Fakt. Sie müssen nicht mollig warm sein, aber auch nicht taub vor Kälte. Das brennende Kinn und die eiskalten Wangen gehören ebenso dazu und machen glücklich. Wer kalte Hände überhaupt nicht mag, sollte sich das Sporteln bei Minustemperaturen oder bei Kälte dreimal überlegen. Ansonsten helfen gute Handschuhe. Das sind bei mir ganz klar die Roeckl Sports Handschuhe.

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Mir war beim Kauf wichtig, dass ich die Finger locker und flexibel bewegen kann. Das ist auch für das Schalten, das Feingefühl, wichtig. Je dicker die Handschuhe desto weniger kann man dann bei der Schaltung differenzieren was man da jetzt geschaltet hat. Je flexibler die Fingerbewegung ist, desto weniger dämpfendes, wärmendes und winddichtes Material kann allerdings verwendet werden. Aber: Wer bei -20 Grad fährt, der wird sich überhaupt nicht um Schaltungsfeinheiten kümmern. Der möchte nur, dass die Finger überleben. Also bitte auf das Wetter achten. In Deutschland waren die Roeckl daher für mich immer ausreichend.

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Meine Roeckl Sports heißen „Paulina“ und sind Durchschnittshandschuhe. Die Handschuhe sind aus einem sehr angenehmen und dehnbaren Material, weswegen ich die Teile auch fast nicht mehr ausziehen wollte: sitzen sehr angenehm. Hier wurde das Polartec® Power Stretch® Pro Material verwendet – gutes Material, wenn man Polartec Glauben schenken will: 

Polartec® Power Stretch® Pro™ is engineered to push the performance of our base stretch fabrics even further. By reinforcing the elastic fibers on the exterior surface we enhanced the overall 4-way stretch for more support and stability during movement. This unique construction allows for increased resistance and durability against the elements without sacrificing breathability or comfort.

Der Stoff ist nicht besonders dünn oder dick, eher ein Mittelmaß, das allerdings mir zumindest ein warmes Gefühl beim Radeln vermittelt. Bisher habe ich so gut wie nie gefroren. Okay, außer bei der Paleo-Fahrt und beim Downhill. Kleiner Trick: Ich hab die RunnersPoint Laufschuhe als erste Lage angezogen und die Roeckl dann drüber. Sitzt etwas enger, aber ist eine Stufe wärmer – das gibt’s natürlich auch in Merino. Die Handschuhe sind nicht wasserdicht oder windabweisend, dafür gäbe es beispielsweise die Ventonso. Das wäre wohl für nächsten Winter meine nächste Wahl, denn Roeckl hat mich nicht nur bei den kurzen Radhandschuhen sondern auch mit diesen hier voll überzeugt. An Daumen und Zeigefinger gibt es Touchscreen-Material, beinahe problemlos funktioniert das. Schön ist auch: Der Handschuh ist recht lang und schließ perfekt ab ohne zu eng zu sein. Einfach saubequem.

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Denn der Grip mit den Roeckl Handschuhen ist einfach super: mit ganz vielen Silikon-Roeckl-Logos auf der Innenflache hat man super Halt – auch bei Nässe. Nach einigen Malen Waschen hat sich noch keines der Logos abgelöst oder eine Naht geöffnet. Für 29,95 Euro beim Sport Schuster gekauft, ist das ein tolles Preis-Leistungs-Verhältnis und meine Hände sind warm, ohne dass meine Bewegungsfreiheit der Finger eingeschränkt wäre. Diejenigen, die es noch eine Stufe wärmer und winddichter wollen, sollten mal die anderen Modelle checken.

6 Antworten zu “Rennradeln im Winter: Warme Hände mit den Roeckl Sports Handschuhen

  1. Von kalten Händen kann ich einige Lieder singen. Ich besitze zwar kein Rennrad, dafür ein MTB. Und wenn ich von unten auf 900HM rauffahre, dann wird man nach ungefähr der Hälfte der Distanz bereits ganz anderen Witterungen ausgesetzt. Wenn es unten regnet schneit es oben, oder der Wald ist komplett vereist und spätestens auf dem Berg tut der Wind dann sein übriges. Das Blöde daran ist, dass man sich unten eventuell noch totschwitzt, oder leicht friert und später anfängt zu schwitzen und sich auszuziehen und dann klatschnass oben im eisigen Wind steht. Und Downhill wird man dann schockgefrostet, wirklich egal was und wie viel man anhat. Man müsste sich konsequenterweise eigentlich umziehen, weil die verschwitzten Klamotten kalt werden und schon durch die Nähte meiner Softshell-Jacke kommen. Meine Finger sind fast jedes Mal verloren, weil die natürlich auch schwitzen. Ich habe sehr dicke Handschuhe von Craft die das Wort „Sibirien“ im Namen haben und aussehen wie Skihandschuhe und ich spüre dennoch beim Runterfahren die Kälte. Auch dünne Laufhandschuhe drunter ziehen nutzt nicht viel außer Abdrücke. Und oben ist es so kalt, dass man da nicht mal eine Minute stehen bleibt, um auch nur irgendwas an der Ausrüstung zu verändern. Ist ein schwieriges Thema und das betrifft leider nicht nur die Hände. Mit Thermoshirt, Skiunterwäsche, Thermolaufhose und zwei paar Socken inklusive eines Thermo-Rundschals den man sich über die Nase ziehen kann, einem Fleece und der besagten Softshelljacke sollte man eigentlich gerüstet sein, aber das ist eben nur bei 70% der Strecke der Fall, höchstens. Dann heißt es langsam einfrieren, fluchen und sich warme Gedanken bis zur rettenden Dusche machen 😀

    LG, Jamie

    • Die warmen Gedanken hat man wirklich notwendig, man muss sich eben klar machen „Ich erfrier hier zwar, aber das ist gleich wieder vorbei. Gleich spür ich meine Füße wieder, alles gut“ und dann geht das schon. Alternative? Daheim bleiben, aber auf der Couch kann man auch nach einer Runde Fahrradbibbern – und zwar sogar fast noch besser. Ich hab hier leider nur entfernt die Berge, aber das anfängliche Schwitzen beim Hochfahren und Schockgefrieren oben und auf dem Weg nach unten… kenn und ich da hilft einfach nichts. Wie gut, dass es Trikottaschen gibt für eine Windstopper-Jacke oder einem weiteren Buff oder oder oder. Oder doch einfach mal die Winter Embro ausprobieren? 🙂

  2. Zum Glück in diesem Fall habe ich keine Berge in der Nähe und muss mich auch nicht darum kümmern. Mich treibt es auch eher ab 5°+ raus, aber unter null ist irgendwie keine Chance. Da spüre ich ruck zuck keine Schaltung und Bremsen mehr… Dann doch lieber Rolle oder eine der anderen vielen Sportarten. Lieben Dank für Info über die Handschuhe, die ich mir mal genauer anschauen werde.

    • Keine Berge? Hach, du Arme – das ist schon was sehr schönes, wenn’s grad nicht eisig kalt ist 😉 Schau mal, wenn du eher schnell frierst könnten die Handschuhe doch was für dich sein, da sie ja doch auch recht viel Gefühl ermöglichen.

  3. Ja,… ich habe die Berge auch erst durch Urlaube lieben gelernt. Hier schnauft man ja schon bei einer Eisenbahnbrücke. Landrunden sind super, aber können echt langatmig werden. Das ist in Bergen schon anders.

    Griffigkeit muss auf jeden Fall sein und das sieht mir auch so aus, als wäre das bei deinen super. Ich habe einige im Schrank – auch speziell für’s Radfahren, aber so bezogen ist kein Paar.

    Achsoooo: und auch hier noch einmal Glückwunsch zu diesem coolen Batch! Sehr wohl verdient.

  4. Pingback: Rennrad-Handschuh-Guide für den Herbst | RCP Blog·

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