ISPO 2015: Inov-8, Garmin, Open Innovation und die ganze Welt des Sports

Die ISPO. Die Messe für Outdoor-Fans, Sport-Fanatiker, Schneehasen und Winteroutfit-Sammler. Deutschlandweit, europaweit, global – eine Messe, die sehr vieles im Angebot hat. Inklusive der wie immer überteuerten Essenspreise, der geschäftig mit Trolleys voller Vorschauen und Produktkatalogen über die Messe eilenden Menschen und auch inklusive der leicht Wahnsinnigen. Das erklärt den Polizei-, Feuerwehr- und Notarzteinsatz, da wohl jemand oder mehrere es lustig fanden, auf die Glasfront des West-Eingangs etwas zu schreiben. In 10 Meter Höhe. Kletternd. Und brüllend. Action pur, aber ich glaube nicht, dass das von einer Marke gesponsort wurde.

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Zu allererst wollte ich bei X-Bionic kurz vorbeischauen, ich hatte ja eine Art Termin mit jemanden. Der hatte aber leider keine Zeit. Da ich den bescheuerten Fragen von dem Empfangstypen nichts anderes als „Ich wollte vorbeischauen, wir hatten das auf Twitter ausgemacht“ sagen konnte, der mich aber ansah als wär ich komplett gehirnamputiert und auch beim dritten Mal fragen seinerseits keine andere Antwort kam – außer, dass mein Ton etwas genervter war – bin ich gegangen.  Der andere Nettere hatte nachgefragt und meinte, ich könne ja später wieder kommen. Danke, ich geh lieber zu netten Menschen, mit denen ein Gespräch auf Augenhöhe möglich ist.

Deswegen: Hallo geliebtes Inov-8. Derselbe Stand wie letztes Jahr und wieder war Chris vor Ort, diesmal hat er mir nicht vom Lake District vorgeschwärmt – da ist nämlich Inov-8 angesiedelt. Schlimm sowas, da muss man raus und die Produkte live und sofort testen. Da Inov-8 auch dieses Jahr wieder bei den ISPO Awards so richtig abgeräumt hatte, 4 Auszeichnungen, gab’s einiges zu bewundern.

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Vor allem auch das neue Schuhwerk, denn der Race Ultra ist in neuen Farben und Sprengung auf den Markt gekommen. Auch der TerraClaw, ausgezeichnet mit dem ISPO Award, kann sich sehen lassen. Beide Schuhe sind für längere Distanzen gemacht und haben etwas mehr Dämpfung, als andere Schuhe der Marke. Bei den TerraClaw hat man zusätzlich auch noch eine besonders verstärkte Zehenkappe, diagonale Materialaufschweißungen im Vorderfußbereich (mehr Stabilität) und ein aggressiveres Stollenprofil. Zwei sehr tolle Schuhe, den RaceUltra kann man auch in der Stadt tragen und der TerraClaw ist ein idealer Schuh für längere, anspruchsvolle Strecken, bei denen die Füße vor allem Schutz, Dämpfung und Grip brauchen. Fazit: Beide müssen wohl her.
Neu aufgelegt ist auch der Roclite. Ganz anders sieht er nun aus, mit anderen Obermaterial im Zehenbereich vorne, ohne den Streifenverlauf an den Seiten und etwas starrer. Ich liebe meine Roclite, die allerdings fangen das Bröckeln an und ich weiß noch nicht, ob ich die neuen Roclite ebenso lieben würde wie meine alten.

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Auch bei der Kleidung gibt’s ein paar Neuigkeiten: Einmal das Ninja-Oberteil aus Merino. Das ist mit einer engen Kapuze, Daumenloch inklusive umklappbarer Handschuhe und einer angenehmen Verarbeitung ein perfektes Baselayer oder Laufshirt für windigere, kältere Läufe. Das Race Ultrashell ist eine wasserdichte und verdammt leichte Jacke, die klitzeklitzeklein eingepackt werden kann. Dadurch, dass sie durchsichtig ist, kann man sie problemlos einfach mal zackig überziehen und die Startnummer ist weiterhin sichtbar. Gut, okay, soviel Rennen hab ich jetzt nicht, aber endlich muss ich nicht mehr darunter leiden, dass die Jacke sich sagenhaft schmerzvoll mit Schuhen/Hose/Buff beißt. Farblich abgesichert, wasserdicht stellt sich nur die Frage: wie atmungsfähig ist das Teil? Wahrscheinlich recht gut, weil auch das Ultrashell einen ISPO Award hat. Fett. Genauso wie der Race Ultra Rucksack, den ich blöderweise anzuziehen vergessen habe. Mist, verdammter. Warum? Weil das Teil eine echte Alternative zu den ganzen Salomon-Teilen sein kann. Schlicht, funktional, mit zwei Fronttaschen, Stockhältern und vielleicht dann auch noch sagenhaft bequem? ISPO Award hat dieses Teil auch noch.

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Dann ging’s weiter über die Messe. Eindrücke sammeln, Leuten ausweichen, Dinge bewundern.

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Bei Chimpanzee hab ich auch kurz halt gemacht. Probiert und die neuen Protein-Riegel getestet. Das erste Mal hatte ich nämlich Chimpanzee über bike24.de probiert und fand die recht gut und cool, mal was anderes. Für mich auch leckerer als RawBite, wenn wir schon in diesem „natural food“ Bereich unterwegs sind. Eine große Auswahl, sogar die Kinderriegel gab es zum Probieren und ich naschte mich fast satt – sehr pfirsichsüß, mjam.

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Auch bei Garmin hab ich vorbeigeschaut. Die neue Fenix3 schaut wirklich ordentlich aus, sehr hübsch und elegant. Aufgrund des großen Angebots an Funktionen, Möglichkeiten und Menüoptionen ist die Fenix aber grundsätzlich nichts für mich. Das Garmin Edge habe ich weiterhin angesabbert, ich denke auch die kleine Version wäre etwas für mich, und ich plane mich Weihnachten 2015 damit zu beschenken. Die vivoactive hab ich mir auch noch angeschaut, allerdings hat mir das Erklären und Vorstellen des jungen Herrn nicht wirklich getaugt. Auf jeden Fall kann die via Touchscreen sehr viele Sportarten, auch Indoor, und arbeitet wie auch der Edge mit einem individuell erstellbaren Menü. Klingt spannend und wäre für Leute wie mich die draußen und drinnen radeln und lauen (*hust*baldwieder*hust*) sicherlich ein Gerät, das man im Auge behalten sollte.

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Da ich Teil der Blogger-Community der ISPO bin und auch aktiv bei Open Innovations dabei bin, bekam ich auch eine Goodie-Bag. Cool war, dass in der Tasche Sandwich und Apfelsaftschorle drin waren: ISPO, cooler Move, ehrlich! Während auf der Messe das Prinzip von Open Innovations und der ISPO Community präsentiert wurden, fand ich auch mich selbst als aktive Teilnehmer hier und da präsentiert. Hab mich etwas gefreut darüber. Auch sehr gefreut hab ich mich, als ich per Zufall ein paar Jungs am ISPO Community Stand traf, die alle Studenten der Sportökonomie sind und eine Sport-Consulting Initiative gegründet haben. Fun fact: Mein Bruder ist mit dabei und ich hab deren Businessplan Korrektur gelesen. Coole Initiative und ich bin gespannt, ob sie mal mit der ISPO gemeinsam ein Projekt machen – ich hab mal ein Auge drauf.

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Ansonsten war ich froh, dass der Tag dann vorbei war und ich noch pünktlich zum Sonnenuntergang raus kam. Als Besucher auf einer Messe bin ich nämlich eigentlich immer nur dann glücklich, wenn ein Termin den nächsten jagt. Und das habe ich immer nur auf den Buchmessen – eine wahre Freude. Wer weiß, vielleicht plane ich meinen ISPO-Besuch 2016 mal im Detail. Dann kann ich auch so sagenhaften Künstlern wie Brett… Wirbler… Künstler, die Bretter zu OVERWERK Daybreak rum… werfen in meinen Tag einplanen. Oder nicht.

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2 Antworten zu “ISPO 2015: Inov-8, Garmin, Open Innovation und die ganze Welt des Sports

  1. Pingback: Inov8 Ultra Race: Laufschuhe für die extralangen Läufe | RedCherryPepper·

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