Musik beim Sport: Ich bin die, die selten ohne läuft

Zum Tomorrowland durfte ich ja nicht. Konnte ich nicht. Beim Feiern gibt’s oft nur komische Musik. Und meine Bands sind sowieso nicht in der Nähe. Was bleibt? Das Tanzen/Feiern mit dem Sport kombinieren. Das geht? Jawohl, das geht.

Warum Musik beim Laufen

Hier gibt es Strecken, bei denen ich mein ipod ausmache. Weil es ruhig ist, der Fluss rauscht, die Berge flüstern, die Wiesen singen und die Vögel genug Musik produzieren. Oder ich bereits 2 Stunden unterwegs bin. Aber bei vielen Strecken kommen die besten Kopfhörer der Welt in meine Ohren und Musik läuft. Ich brauch kein Straßenlärm, keine Keulengespräche, keine Hundi-Rufe, kein Bahnhofsgeknattere. Und manchmal brauch ich einfach die Möglichkeit, um mich von der Außenwelt abzuschotten. Selten das Anpowern mit Musik. Ich merke, dass ich in manchen Situationen die Musik als Dauerbackgroundmusik höre, aber nicht mehr auf die genauen Texte oder Melodien. Ich bin dann vollkommen im Lauf.

Daher höre ich meistens auch meine Lieblingsmusik, die immer passt – egal ob Sonne oder Regen. Und die auch mal als BGM herhalten, aber auch ein kleinen Motivationsschub fabrizieren kann. Ich brauch keine sinnvollen Texte, keine tollen Bands, keine begnadeten Sänger und Musikstücke, die mit ach-so-schönen Erinnerungen zusammen hängen. Ich höre einfach House & Electro Mixes. Und tanze bei so manchen Stücken immer wieder mal mit. Oder singe auch mit.

Kleiner Trick: Mit Kopfhörer hat man immer das Problem der Kabel, die durch das Wackeln, Hüpfen und Schaben an Kleidungsstücken komische Geräusche verursachen können. Mit einer Haarklammer einfach das Kabel am T-Shirt-Kragen oder Sport-BH fixieren – fertig!

Was Musik noch alles kann

Einen Laufmoment mit Musik werd ich nie vergessen: Ich bin am Ammersee unterwegs gewesen und bin von Grafrath über die Wälder nach Inning gelaufen, das am Ammersee liegt. Irgendwann hat’s zum Nieseln angefangen – Sommerwetter natürlich – und der See war bedeckt mit einer grauen Wolkendecke. Während das Wasser Kreise zeichnete, dunkelblau-grün schaukelte, waberten die Wolken an den Ufern und über dem See entlang. Und ich saß auf dem Steg, hab das Rauschen des Regens gehört und Verdi auf dem anderen Ohr gehabt. Manchmal ist es schön zu sehen, wie Musik Momente verschärfen, intensivieren und verlängern kann.

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Aber auch Playlists, die mich motivieren und anfeuern, sind auf meinem ipod zu finden. So kleine Tiefs oder Momente, in denen man grad die Idee hier laufen zu müssen echt saublöd findet, sind normal. Und Musik kann helfen: je nachdem was man braucht, wie man tickt und was einen anspornt.

Und es gibt viele Momente, Strecken oder Umgebungen, in denen ich ohne Musik laufe. Oftmals, wenn ich mich auf meine Atmung konzentriere oder Ruhe haben kann. Daher bin ich in den Bergen ohne Musik unterwegs, meistens – Downhills mit guter Mucke sind Gaudi pur.

Auf was man achten muss oder soll oder kann

Wer in der Stadt unterwegs ist, wird andere Menschen treffen. Is‘ so. Leider. Daher auch mit Kopfhörern und toller musikalischen Heldenepos-Musik im Kopf: beim Abbiegen nach Radfahrern schauen, an Ampeln halten, nach Autos bei Straßenüberquerungen Ausschau halten, beim Ausscheren überprüfen, dass einen keiner reinrennt und einfach das Hirn einschalten. Wenn das nicht geht: Ab in den Wald und sich von Rehen jagen lassen.

Auch trotz Kopfhörern: Grüßen. Hand heben, lächeln oder „SERVUS“ brüllen. Höflichkeit kennt keine Grenzen und Musik schützt auch vor Dummheit nicht. Oder sonst ein kluger Spruch. Um nicht unnötig Masse mit sich rumzuschleppen – man hat ja sich selbst schon – empfehl ich den kleinen ipod nano. Klipp an die Hose und fertig.

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