Ich hab‘ jetzt mal ’ne Pulsuhr: Garmin Forerunner 220

Besser werden beim Laufen? Geht nur, wenn du weißt wie schnell, wie weit und mit welchem Puls du läufst. Sagt man so zumindest oder sagte man mir zumindest.
Meine Pace? Boah, irgendwas über 5:30 und unter 7:30.
Meine Distanz? Ehm… *in google maps eintipp* … so ca. 14 km?
Mein Puls? Ich glaub hoch, ja, hoch, aber nicht zu hoch – ich leb ja noch.

Es war klar, eine Pulsuhr muss jetzt mal her. Um meine Geschwindigkeit zu checken, um Intervalltraining zu ermöglichen, die Distanz auch mal korrekt ohne ausgehendes Handy dank Runtastic messen zu können und um effektiv trainieren zu können. Ich war hin und hergerissen zwischen Suunto und Garmin. Polar fiel von vornherein weg, die Uhren waren einfach nicht schön. Garnicht schön. Und irgendwie so allgemein gehalten. Suunto fand ich toll, aber auch irgendwie teuer. Garmin fand ich auch toll, aber auch teuer. Allgemein ist so Technik-Zeugs ordentlich teuer. Statt einer Uhr gehen zwei paar neue schöne Laufschuhe, aber die messen leider nicht die Geschwindigkeit.

Suunto wäre für meine Trailläufe toll gewesen, aber wie die Suunto Ambit in Sachen Kosten und Bedienbarkeit aussah, machte mich dann doch etwas weniger begeistert. Schlussendlich nahm ich von Garmin das Angebot an 2 Uhren, die für mich in Frage kamen, zu testen. Wenn sie mir taugen, dann dürfte ich diese – weil ja gebraucht – für einen etwas niedrigeren Preis kaufen. Top Angebot – ich teste ja gerne was das Zeug hält!

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Die Garmin Forerunner 220 und Forerunner 620 waren es also. Mein Problem allerdings war: ITBS. Knie-Aua. Laufverbot. Also lagen sie eine Weile bei mir so rum, haben leise geweint, weil sie niemand benutzte. Als ich dann wieder langsam mit dem Laufen anfing, schnappte ich mir gleich die Forerunner 220. Warum? Weil einfach, verständlich, Basic-Funktionen und auch an sich im finanzierbaren Rahmen.

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Leistungen

Die Forerunner 220 kann vieles und schlussendlich alles, was ich brauche:

  • Herzfrequenz-Messung via mitgeliefertem Brustgurt
  • Messung der Distanz
  • Messung der Geschwindigkeit
  • Schrittfrequenz
  • Kalorienverbrauch
  • Aufzeichnen der Strecke
  • Übertragen der Daten via Garmin Connect

Außerdem gibt es so Specials, die das Training, den Fortschritt und Errungenschaften schön verdeutlichen. Die werden automatisch erstellt und auf der Uhr nach Beendigung mir mitgeteilt:

  • Schnellster Kilometer mit Zeit
  • Längste Strecke
  • Neue Bestzeit

Die Uhr ist leicht, lässt sich schön tragen, aber etwas sperrig. Vor allem das Armband und die Schlaufe zum Durchfädeln des Bandes haben mich fast jedes Mal die Uhr in die Ecke pfeffern lassen. „Ich will die Uhr doch nur anziehen“ bzw. „Ich will die Uhr doch nur ausziehen“ waren da die verzweifelten Gedanken. Etwas… nervig. Meine Uhr hat die Farbe Schwarz-Rot, wobei das Rot eher dezent ist. Mag ich aber.

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Bedienbarkeit

Was wirklich gut ist, ist die intuitive und verständliche Bedienbarkeit ohne jedoch ein verpixeltes und dümmlich-simples Menü zu haben. Mit einem Knopfdruck entsperrt man die Uhr, mit einem Knopfdruck gelangt man sofort in das Laufmenü und mit einem weiteren Druck desselbigen Knopfes startet man auch schon die Aktivität. Läuft – easy!
Mit den Tasten „hoch“ und „runter“ kann man im Menü umher switchen, das lästige „piep“ der Tasten ausmachen und die Uhrzeit sowie Datum korrekt einstellen. Es gibt einen Enter-Button und einen Back-Button auf der rechten Seite – das hat man auch schnell raus. Einzig etwas blöde ist es, dass man gegenhalten muss, um den Enter-Button zu drücken. Intuitiv greife ich da um die Uhr… und switche sofort hoch und runter, weil da die Knöpfe sind. Hmpf.

Während des Laufs

Beim Laufen kann man über ein Tonsignal oder durch Vibration auf jeden geschafften Kilometer aufmerksam gemacht werden. Wer das braucht, super. Wer das nicht braucht und einfach nur aufzeichnen ohne ständig an die Distanz erinnert zu werden, kann’s ausstellen. Am Anfang ist es noch ungewohnt mit einem kleinen Gewicht am Handgelenk zu laufen, ich dachte am Anfang immer ich hab einen Haargummi da drumgewickelt, aber das ist Gewöhnungssache. Man gewöhnt sich auch schnell daran den Enter-Button während eines Laufs zu drücken, wenn man wieder mal 1 Minute an der Ampel warten muss – da wird die Aufzeichnung nämlich pausiert. Durch erneutes Drücken wird die Laufaktivität dann fortgesetzt. Find ich gut, ich muss gezwungenermaßen viel über Ampeln laufen.

Garmin Connect – Bald kommt mehr

Ein wesentlicher Teil der Garmin Forerunner 220 ist aber auch das Garmin Connect – da gibt es so einige Möglichkeiten das Training zu gestalten, zu überwachen und analysieren. Außerdem darf ich bald wieder mehr als nur maximal 10km laufen, sodass ich da die Uhr auf dem Trail testen kann. Das Garmin Connect wird im zweiten Teil dann ausführlich erklärt und besprochen – und bald das Garmin Vivofit 😉

5 Antworten zu “Ich hab‘ jetzt mal ’ne Pulsuhr: Garmin Forerunner 220

  1. Hallo Cherry,

    wie kommst du bisher mit deiner Uhr zurecht? Ich habe derzeit eine ältere von Polar mit einfachen Funktionen, spiele derzeit jedoch mit dem Gedanken, mir eine neue entweder von Polar oder aber von Garmin zu kaufen.

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg!
    Ismet Whistler

    • Hallo Ismet,

      aktuell komme ich ganz gut mit ihr klar. Also sie ist easy zu bedienen, das Garmin Connect ist cool und auch sonst bietet sie alles, was man braucht. Leider spinnt meine Uhr aktuell: Sie ist nicht mehr angegangen, nach einem Hard Reset läuft sie nur noch auf Englisch und Softwareupdates sind nicht möglich. Die Uhr wird auch von Garmin Connect nicht mehr erkannt – etwas blöde.
      Von Garmin kam die Info, dass ich sie einschicken muss… das mach ich erst nach dem Zugspitz Basetrail, wer weiß wie lange die für den Software-Check brauchen 😉
      Also wenn du nicht wie ich ein blödes Montagsprodukt hast, läuft alles prima!

      • Hey Cherry,

        vielen Dank für deine ausführliche und zeitnahe Antwort. 🙂
        Das hört sich doch schon einmal ganz gut an. Von Polar ist die RC3 GPS bzw. RCX3 mein Favorit, weil ich diese auch mit Funktionen für das Radfahren nutzen kann. Ich werde mir jedoch bein nächsten Mal auch die Garmin im Fachgeschäft anschauen; alternativ könnte ich, sollte ich mich für sie entscheiden, einen eigenständigen Fahrradcomputer erwerben. Dafür hatte ich anfangs zwar den Polar CX500+ im Sinn, allerdings stört mich etwas, dass dieses Gerät (insbesondere in dieser Preisklasse) ausschließlich englischsprachig betrieben werden kann und auch keine Hintergrundbeleuchtung hat.

        Liebe Grüße und viel Erfolg beim Zugspitz Basetrail! 🙂
        Ismet Whistler

  2. Hallo Cherry,

    ich bin eher durch Zufall über deinen Blog gestolpert, weil ich verzweifelt jemanden gesucht habe, der ähnliche Anforderungen wie ich an eine Laufuhr stellen (ja, sie muss schön aussehen!).
    Vielen Dank für den guten Beitrag. Ich liebäugel schon länger mit der 220 und denke, ich muss Montag mal direkt in die Stadt düsen ;).

    Viele Grüße
    Carina

  3. Hallo & Toller Artikel!!
    Ich bin echt am überlegen ob ich mir die Garmin forerunner 220 doch nicht zulegen sollte nach dieser tollen Beschreibung. 🙂
    Also ich überlegs mir noch mal gründlich und Danke dir. :))

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