Nebeneffekte hat alles. Oder andersrum: Alles hat Nebeneffekte. Pasta macht glücklich, aber irgendwann passt man nicht mehr durch die Tür. Ultras erfüllen mit Stolz, aber irgendwie ist danach sogar der kleine Treppenabsatz eine echte Herausforderung für die Beine. Sonne entspannt wunderbar, aber bei zuviel Sonne hat man bald Ähnlichkeit mit Dr. Zoidberg von Futurama. Yoga hat daher auch, ganz logisch, Nebeneffekte. Und die sind echt verdammt gefährlich, werden aber meist als unwichtig angesehen. Lasst euch nicht in die Irre führen, die Nebeneffekte des Yoga können immense Auswirkungen auf euer Leben haben. Das sollte jedem bewusst sein, der mit Yoga beginnt. Und sagt nicht, ich habe euch nicht gewarnt!

1. Haltung wird beeinträchtigt
Dieser Nebeneffekt schlägt immens schnell zu: die eigene Körperhaltung ändert sich. Scheiße verdammt, als ob man das gerade jetzt brauchen könne! Da will man eigentlich nur sportlicher werden und dann fängt das Mutieren schon so früh an?! Wer braucht denn so einen Mist. Achtet darauf, denn ihr werdet stabiler, selbstbewusster und körperbewusster durch’s Leben laufen. Und ja, ich weiß, das braucht kein Mensch. Durch die Übungen habt ihr ein anderes Verständnis zu euren Bewegungsabläufen, mehr Stabilität in Rücken, Brust und Beine und ihr haltet euch automatisch anders, aufrechter, stärker. Wisst ihr, dass sogar durch Faszien-Yoga die Stabilität der eigenen Beine auf dem Boden positiv beeinträchtigt werden kann? Urghs.
2.Emotionen werden getriggert
Oh Gott. Trigger. Das Schlimmste auf der ganzen Welt. Und dann hat Yoga auch die potentielle Gefahr, dass Emotionen – das Schlimmste überhaupt – getriggert werden. Prost Mahlzeit. Das Letzte was ich brauche – nach einer Dreiviertel Stunde Yoga – ist eine Viertelstunde Entspannung, in der ich alle Gedanken laufen lasse und meine Gefühle befreie. Ich selbst bin. Mich selbst entdecke, Anspannungen finde, einen Kloß im Hals zulasse, pure Zufriedenheit geniesse, ein warmes Gefühl der Lebendigkeit durch mich durchfließen spüre. Emotionen. Sinnvoll ist es doch eher die irgendwohin zu stopfen anstatt sie zuzulassen und… zu leben.
3.Körpergrenzen werden erforscht
Wer braucht Grenzen? Niemand! Und wenn sie aber da sind? Dann laufen wir davon ähm sie nieder! Kennt ihr, oder? Beim Yoga ist es das Schlimme, dass Grenzen erforscht werden, akzeptiert werden und auf keinen Fall dauerhaft überschritten werden sollen. Bewegungen sollen sich gut anfühlen mit einem Funken an Dehnung. Wer nicht mehr kann, darf das Bein gerne senken. Wer zu sehr zittert, darf gerne pausieren. Wer nicht weiter runter kommt, hat seine eigene ideale Position gefunden. Die Akzeptanz dessen, was man in diesem Moment kann und die Wertschätzung dessen, was der Körper doch alles so leistet, ist in Yoga essentiell. Ganz schön esoterischer Scheiß, oder? Im wahren Leben, haha, da geht das nämlich nicht so! Da gibt es keine Grenzen! Und diese Zufriedenheit, mit einem selbst im Reinen zu sein, mit dem was der Körper kann, das ist eine Zufriedenheit… pfff, da trink ich lieber meine 2 Falschen Rotwein, da geht’s mir auch gut!
4.Lebenstempo wird minimiert
Höher, weiter, schneller. Klingt fast wie ein Monolog aus einem Softporno. Nur dass hier tiefer fehlt. Aber das wollen wir ja nicht, denn nur aufwärts, höher, nach oben und weg von dem Tief ist was wir wollen. In diesem sehr korrektem Lebensverhalten lassen wir uns selten Zeit, wozu denn auch? Zeit bedeutet Ruhe bedeutet Denken bedeutet Hinterfragen, Grübeln, Ändern, Machen. So ein esoterischer Bullshit eben. Das Lebenstempo kennt nur ein Tempo und zwar Vollgas. Anhalten, durchatmen, umschauen, sich selbst wertschätzen, die Umwelt wertschätzen… all das wird doch durch die Wartezeiten beim Arzt, zu dem sehr häufig muss zwecks der Herz-, Kopf- und Magenprobleme, erfüllt. Man liest „Die Bunte“ oder „Die Bild“ und ruht sich aus. Ein Buch wäre doch Zeitverschwendung. Ein Hörbuch ein Abschotten von der realen Welt. Lieber bleibe ich auf meiner Autobahn, irgendwo gibt’s ja sicher eine Tankstelle. Hoffentlich. Das Tempo frisst nämlich arg viel Sprit.
5.Suchtgefahr besteht
Trotz all der vorangegangenen Punkte ist die Suchtgefahr des Yogas am größten. Denn vor allem wer die ersten Fortschritte in den Übungen macht, wird all die anderen Punkte (siehe oben) einfach ignorieren oder als positiv abstempeln. Yoga vernebelt nämlich auch die logische Sicht der Dinge, sodass man der Ansicht sein könnte, ein entspanntes Lebenstempo wäre annehmbar. Ist es nicht! Und die Suchtgefahr macht es nur noch wahrscheinlicher, dass wir Tage mit einer entspannten Yoga-Einheit abschließen. Das Grauen! Oder sich dem Atemrhythmus hinzugeben, währen der eigene Körper sich bewegt. Man kauft sich dann vielleicht auch noch Yoga-Klamotten, macht Yoga-Bilder, kauft Yoga-Magazine… man füttert also die Yoga-Wirtschaft. Wie fatal, dadurch wird diese Gefahr nur noch angefeuert und neue Opfer verfallen der Arsch verzaubernden Sportart. Nun, seien wir ehrlich: das einzig Positive sind die Auswirkungen auf den Körper, der durch die inter-muskulären Übungen mit Eigengewicht stärker, stabiler, muskulöser und flexibler wird. Aber sonst gibt es doch nur negative Nebeneffekte. Nicht wahr?
Diese reisserischen Überschriften bin ich bisher nur von BILD und heftig.co gewöhnt… 😀
Ja, es ist halt auch gefährlich, himmiarschundzwirn – merkst du das denn nicht?
Das ist skandalös. Danke für die Insiderinformationen!
Gerne, wir müssen doch dafür sorgen, dass wir nicht blind durch die Gegend sporteln!
Das gleiche passiert dir in einer Coaching Ausbildung. Trigger, Rote Knöpfe und ganz viel Emotion.
Endlich spricht es mal jemand an! Die Massenhaltung von Yogis in viel zu kleinen Yogaräumen wäre vielleicht auch noch ein Thema für die Zukunft. Danke dir!