„Sayonara, ihr Trottel.“ Was der Laufschuh von Mizuno wirklich kann.

Letztes Jahr hatte ich das Glück einen Gutschein für meinen SportScheck-Blogbeitrag zu erhalten. Schwupps, ab in den neuen SportScheck und den neuen Mizuno Wave Sayonara angeschaut. Der hatte sich schon durch die Runner’s World und Laufen aktiv hervor getan, wirkte nicht nur unglaublich lässig und cool – sondern auch noch farbenfroh! Zusätzlich wurde mit dem Wave Sayonara eine neue Zwischensohle eingeführt, die revolutionär sein sollte. Nachdem mich der Adidas Boost eh schon so umgehauen hatte, war ich gespannt. Das neue u4iC-Material – noch leichter und dennoch gute Unterstützung. Wave Sayonara.

Schuhe angaffen. Macht ihr das auch? Im Sportladen stehen und einfach mal davon träumen was wär, wenn alle super passen würden und ihr alle umsonst mitnehmen könntet… Hach, ein Paradies. An dem Tag hoffte ich arg, dass sie die Mizuno Wave Sayonara da hätten. Mizuno ist leider in Deutschland weder a) stark vertreten b) vielfältig vertreten und c) wird nicht nachgefüllt. Schuh ist weg? Tjo, Schuh ist weg. Yolo und so.

Knallpink. Mit Verstärkungen im Obermaterial und einer interessanten Zwischensohle, die etwas gewellt ist. Ab in die Schuhe und etwas herumgelaufen. Zu dem Techfit-Obermaterial von den Adidas Boost war das ein ordentlicher Unterschied. Das Material von den Mizuno ist etwas starr, etwas fester. Entsprechend kniff es an der Seite beim Abrollen etwas. Mit etwas angepassten Schnüren – übrigens, die sind LILA DIE SCHNÜRSENKEL! – ging es dann. Und auch wenn ich den lilafarbenen Boost sabbernd streichelte nahm ich die Mizuno mit.

Was macht denn alles den neuen Wave Sayonara aus? BTW: Sayonara ist japanisch, wie die Marke Mizuno, und steht für „Tschüss“ oder „Auf Wiedersehen“. Also eigentlich „Friss Staub“. Oder eher philosophisch angehaucht „Tschüss Alltag, Hallo wunderbares Laufen“.

  • Wave Technologie: Leitet die Aufprallkräfte ab und ist mitunter „die effektivste Zwischensohlentechnik auf dem Markt“
  • U4iC: Die neueste Zwischensohlentechnologie, die noch leichter und langlebiger sein soll. 30% leichter als eine normale eva-Zwischensohle!
  • Smoothride: Natürliches Abrollen und Laufbewegung sollen dadurch unterstützt werden
  • AIRMesh: Obermaterial, das den Schuh leicht macht und atmungsfähig gestaltet – damit der Fuß nicht überhitzt

Fakt 1: Besseres Bodengefühl, bessere Haftung (Vergleich mit den Boost)

Fakt 2: Kein Schwimmen im Schuh, kein Wackeln und kein bemerkenswertes Herumrutschen (war bei den alten Supernova Glide so)

Fakt 3: Das Kneifen an der Seite löste sich in Wohlgefallen auf, der Fuß findet seinen Weg und das Material gibt etwas nach.

Bild

Ich wollte einen Schuh, der für Asphalt ebenso gut geeignet war wie für leichte Trails wie Wiesen, Wurzelpfade und Kies. Mit den Boost hatte ich das einmal gemacht, aber aufgrund der fehlenden Haftung und Griffigkeit war das kein angenehmes Laufen. Die Salomon Speedcross und Roclite 243 waren eben Trailschuhe, alles andere als geeignet für Asphaltwege – die es eben in der Stadt von A nach B Laufen nun einmal gibt.

Die Schuhe fühlen sich leicht und locker an den Füßen an, beschweren nicht. Schnürsenkel sind jedoch etwas zu kurz und zu sperrig, sogar Zweifachknoten gehen einfach auf und ich fürchte, dass die Schnürsenkel irgendwann reißen, wenn ich weiter so dran ziehe. Sie fühlen sich sehr bequem an und das Laufen damit ist unglaublich einfach und natürlich, ich laufe einfach los und merke, dass ich anstatt Fersenlauf auch mehr Mittelfuß laufe und laufen kann. Wie die Dämpfung ist, ob da eine Dämpfung wirkungsvoll eingebaut ist, ob sie zu hoch sind oder oder  – ich weiß es nicht. Ich nehme sie nur als sehr bequeme Straßenlaufschuhe war, bei denen ich einfach 100%ig weiß, dass ich damit gut, sicher und problemlos laufen kann.

Übrigens, ich musste sie sogar einweihen: Von München nach Wolfratshausen hatte ich die Schuhe an und obwohl ich extra auf viel Trails verzichtet habe, konnte ich am Ende nicht anders als auf matschigen, verwurzelten und kurvigen Waldtrails zu laufen. Ich wurde da quasi gezwungen – sonst wär ich nicht in Wolfratshausen angekommen 😉 Auch dafür eigenen sie sich gut.

Bild

Knappe 400km habe ich wohl schon mit den Mizuno Wave Sayonara geschafft. Meinen ersten Ultralauf. Und entsprechend werden sie immer vertrauter und benutzter. Ich hab sie sogar schon einmal gewaschen, nach Rodgau war das dringend notwendig, und ich merke, dass ich die Mizuno wirklich sehr gern hab. Stehen auf einer Stufe mit den Adidas Boost Schuhen. Wenn nicht sogar etwas drüber, weil sie so vielfältig sind. Hoffentlich gibt’s den bald in neuen Farben, weiße Schuhe kommen mir nicht in den Schrank – das hält ja genau 10 Millisekunden 😀 Oder was meint ihr?

Fazit: Wer gute Straßenschuhe mit etwas Dämpfung sucht, die vielfältig einsetzbar sind und keine Minimalschuhe sind, sollte sich die Mizuno Wave Sayonara mal anschauen. Große Empfehlung meinerseits!

Eine Antwort zu “„Sayonara, ihr Trottel.“ Was der Laufschuh von Mizuno wirklich kann.

  1. Deine Empfehlung kann ich nicht teilen, habe den Schuh vor zwei Wochen zum Testen gehabt und ihn nach 5km wieder ausgezogen. Die Dämpfung war — Mizuno Typisch super — aber der Schuh läuft sich, wie schon sein Vorgänger, der Elixier, sehr Steif und drängt einen in eine Fußhaltung die nicht für jeden Förderlich ist. Zumdem finde ich es Schade, das es wieder 10mm Sprengung (9/19) sind mit dem der Schuh aufwartet — meiner Meinung nach zuviel für einen ausgewiesenen Lightweight Neutralschuh. Da sind Knieprobleme schon vorprogrammiert.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s